Ideale Kombination aus Sicherheit und Leistungsfähigkeit Hybrid-Cloud – das Beste aus zwei digitalen Welten

Autor / Redakteur: Simon Scholl / Elke Witmer-Goßner

Schutz sensibler Daten, hohe Performance und Skalierbarkeit: Von den Möglichkeiten der Hybrid-Cloud können viele Branchen profitieren. Wenn Unternehmen die Kombination aus öffentlichen und privaten Cloud-Ressourcen nutzen wollen, sollten sie allerdings einiges beachten

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Public Clouds in Kombination mit Private-Cloud-Umgebungen: Von den Möglichkeiten der Hybrid-Cloud können viele Branchen profitieren.
Public Clouds in Kombination mit Private-Cloud-Umgebungen: Von den Möglichkeiten der Hybrid-Cloud können viele Branchen profitieren.
(Bild: © alonesdj - stock.adobe.com)

Speditionen überwachen die Positionen ihrer Flottenfahrzeuge in Echtzeit, Händler haben den Versandstatus ihrer Waren jederzeit im Blick, und in der Automobilproduktion geben Maschinen automatisch wichtige Informationen an ein zentrales System weiter: Ob im Handel, in der Logistik oder in der Produktion – Daten bestimmen den Alltag in immer mehr Unternehmen.

Um die steigenden Datenmengen und auch die stetig komplexer werdenden internen Prozesse ortsunabhängig managen zu können, setzen laut einer Studie von IDG inzwischen rund 90 Prozent auf unterschiedliche Cloud-Lösungen. Jüngster Shootingstar in diesem Feld: die Hybrid-Cloud. Die Marktanalysten von Aberdeen kommen zu dem Ergebnis, dass derzeit jedes dritte Unternehmen weltweit eine hybride Cloud-Struktur implementiert hat; Mitte 2021 wird demnach bereits jedes zweite Unternehmen mit hybriden Strukturen arbeiten. Und das hat gute Gründe, wie ein Blick auf die Eckdaten dieses Modells zeigt.

Exklusiven Schutz und Flexibilität verbinden

Grundsätzlich setzt sich die Hybrid-Cloud aus einer Private und einer oder mehreren Public Clouds zusammen. Die Private Cloud bietet Unternehmen exklusive Arbeits- und Speicherkapazitäten, die entweder im eigenen Rechenzentrum oder auf externen Servern eines Dienstleisters liegen. Diese geschützte Umgebung macht die Private Cloud beispielsweise zum idealen Speicherplatz sensibler Daten. Die Public Cloud hingegen ist für unterschiedliche Kunden zugänglich; die Server können Unternehmen bei Bedarf flexibel anmieten.

Wie aber können Unternehmen die Hybrid-Cloud optimal nutzen? Die Private Cloud wird so dimensioniert, dass sie das durchschnittlich anfallende Speicher- und Arbeitsvolumen im Unternehmen gut bewältigen kann. Sollte es zu Spitzenzeiten dann einmal einen erhöhten Performancebedarf geben, lässt sich dieser durch kurzfristig zugebuchte Public-Cloud-Kapazitäten passgenau und vergleichsweise kostengünstig abdecken. Komfort und Flexibilität stehen hier im Mittelpunkt: Die zeitweilige Erweiterung kann vollkommen automatisch ablaufen, und Unternehmen müssen sich nicht langfristig binden.

Über die Hybrid-Cloud können Unternehmen also ein skalierbares, elastisches und zugleich äußerst performantes System aufbauen. Gerade wenn Hochverfügbarkeit wichtig ist, sind hybride Cloud-Lösungen eine gute Wahl. Dies gilt umso mehr, weil sich Hybrid-Cloud und Multi-Cloud, sprich der gleichzeitige Einsatz von Cloud-Lösungen mehrerer Provider, problemlos miteinander kombinieren lassen. Nicht zuletzt funktioniert eine hybride Infrastruktur äußerst wirtschaftlich. Denn eine zwischenzeitige Einbindung der Public Cloud ist natürlich wesentlich günstiger, als selbst Rechenzentren einzurichten und instand zu halten, deren volle Leistung über weite Strecken gar nicht benötigt wird.

Intelligente Cloud-Speicher für mehr Performance

Wer auf Hybrid-Cloud-Lösungen setzt, kann außerdem ihre Performance beeinflussen – zum Beispiel durch die Wahl der richtigen Storage-Systeme. Denn die im Unternehmen verarbeitete und gespeicherte Datenmenge wächst stetig. Betriebe müssen Aspekte wie Backup und Verfügbarkeit deshalb von Anfang an berücksichtigen, um nachträgliche und kostspielige Umrüstungen zu vermeiden. Moderne Cloud-Speicher wie OceanStor Pacific Series von Huawei sind beispielsweise darauf ausgelegt, Daten so abzulegen, dass jederzeit ein schneller und leichter Zugriff möglich ist.

Wenn die Storage-Hardware intelligente Speichermuster unterstützt, können Unternehmen außerdem Datensilos vermeiden. Zum einen spart eine zentralisierte Datenaufbewahrung Kosten und Aufwand bei der Einrichtung und Verwaltung von Speichereinheiten. Zum anderen profitieren Anwender von höherer Performance, weil Computer gesuchte Daten so schneller finden, statt sich mit mehr Aufwand durch mehrere Speicherschichten an verschiedenen Standorten wühlen zu müssen.

Zukunftstechnologien: Hybrid-Cloud und Machine Learning

Dass es sich lohnt, auf eine hohe Performance seiner Hybrid-Cloud-Lösung zu achten, zeigt ein Blick auf zwei zukunftsträchtige Anwendungsfelder: Sowohl Machine Learning (ML) als auch das verwandte Feld Data Analytics sind nämlich auf eine leistungsstarke (Hybrid-Cloud-)Infrastruktur angewiesen. Auf ML setzen laut einer IDG-Studie schon jetzt rund 75 Prozent der befragten Unternehmen – entweder bereits in konkreten Projekten, oder weil sie die Einführung vorbereiten. Zudem berichtet jeder fünfte Betrieb, dass die Technologie schon unmittelbar nach der Einführung nachweisliche Erfolge liefert; nach einem Vierteljahr gilt dies schon für 27 Prozent der befragten Firmen.

ML lässt sich aber nur dann sinnvoll einsetzen, wenn ausreichend viele Daten zu Auswertungszwecken zur Verfügung stehen. Das bedeutet zum einen, dass Datensätze sowohl von überall eingespeist als auch ausgelesen werden können müssen. Die Cloud ermöglicht diese universelle Verfügbarkeit von Speicherressourcen. Zum anderen ist ebenso ein rascher Zugriff auf sämtliche Daten – aktuelle wie historische – zuverlässig erforderlich. Dies macht den Einsatz von fortschrittlicher Hardware erforderlich.

Sämtliche Daten jederzeit abrufbar

Die zunehmende Bedeutung von künstlicher Intelligenz hat die Art und Weise, wie Daten gehandhabt werden, verändert: Früher waren in erster Linie „heiße“ Daten relevant, also aktuelle Datensätze, die für laufende Prozesse benötigt wurden. „Kalte“ Daten waren im Langzeitspeicher archiviert. Hinzu kamen noch Datensätze aus den vergangenen Monaten, die zwischen heiß und kalt angesiedelt waren und für unregelmäßige Zugriffe verfügbar sein mussten.

Heute sind solche Unterscheidungen hinfällig: Sämtliche Daten müssen jederzeit abrufbar sein und für die Auswertung bereitstehen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, sind Hochleistungsspeicher erforderlich. Magnetbänder benötigen zum Beispiel zu lange Vorlaufzeiten, bevor sich die dort abgelegten Informationen weiterverarbeiten lassen. Zudem brauchen sie sehr viel Platz auf aktuellen Storage-Systemen. Fortschrittliche Hardware wie OceanStor Pacific Series von Huawei löst diese Problematiken: Sie lagert die Daten nicht nur so ab, dass sie stets leicht zugänglich sind, sondern sie ist außerdem hochskalierbar. So können Unternehmen ihr Set-up leicht an ihre aktuellen Bedürfnisse anpassen.

Daten intelligent schützen

Doch wo Daten massenhaft verarbeitet werden, müssen sich diese auch zuverlässig schützen lassen. Soll ML beispielsweise helfen, Prozesse in der Produktion eines Industriebetriebes auszuwerten und zu optimieren, müssen die dabei verarbeiteten sensiblen Informationen abgesichert werden. Hier bietet sich für die Speicherung die Private Cloud an, während weniger vertrauliche Prozesse auch über die kostengünstigere Public Cloud laufen können.

Zum Teil ist Datenschutz auch schlichtweg gesetzlich gefordert, zum Beispiel, wenn es um personenbezogene Informationen geht. Die DSGVO sieht vor, dass solche Daten den EU-Raum nicht verlassen dürfen. Unternehmen müssen dementsprechend sicherstellen, dass ihre Server nicht in Drittstaaten stehen. Für die Verarbeitung solcher Daten eignet sich daher erneut die Private Cloud besonders gut, wohingegen die zusätzliche Einbindung der Public Cloud für Flexibilität und Leistungsfähigkeit sorgt.

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