Kommentar von Uwe Wiest zu Software-defined Storage

Hyperconverged und dynamisches Tiering brauchen SDS

| Autor / Redakteur: Uwe Wiest / Rainer Graefen

Uwe Wiest ist Director Storage Solutions bei Dell
Uwe Wiest ist Director Storage Solutions bei Dell (Dell)

Software spielt heute schon bei allen Storage-Themen eine entscheidende Rolle, und dieser Trend wird sich künftig weiter ver-stärken. Dabei führen zwei Wege zum Ziel: Erstens werden vorhandene Lösungen um Software Defined Storage erweitert und zweitens implementieren Unternehmen neue, reine Software-Umgebungen.

Software Defined Storage gehört zum intensiv diskutierten Thema bei all denen, die sich mit der Zukunft der Rechenzentren in den Unternehmen befassen. Während einige bereits eigene Erfahrungen sammeln, sind andere noch nicht so weit. Das verdeutlicht auch ein Blick in das aktuelle IDC-Whitepaper "Softwaredefinierter Speicher — IT-Infrastruktur für Unternehmen der nächsten Generation" vom November 2014, der zufolge immerhin bereits 16 Prozent in softwaredefinierte Speichertechnologien investiert haben und 35 Prozent Optionen evaluieren.

Neues Speicherfundament

Die logische Trennung von Hard- und Software bildet den Kern von Software Defined Storage. Das Ziel dabei ist es, grundlegende Herausforderungen bei der Speicherung, Sicherung, Archivierung und Wiederherstellung von Daten einfacher, effizienter und letztlich flexibler handhaben zu können.

Einige der aktuell in den Unternehmen eingesetzten Storage-Systeme arbeiten schon seit geraumer Zeit Software-basiert. Sie liefern das technologische Fundament für Anwendungsszenarien wie dynamisches Tiering und für Infrastrukturen, die nach dem Modell eines Storage-Baukastens aufgebaut sind.

Da solche Lösungen von Herstellern wie etwa Dell getestet und zertifiziert sind, haben sie sich in den Unternehmen etabliert. Dieses evolutionäre Vorgehen zeichnet sich dadurch aus, dass Speichersysteme um Software erweitert und ausgebaut wurden.

Software-defined Storage als evolutionäre Weiterentwicklung

Typische Beispiele dafür sind Server-seitiger Speicher, Speichernetzwerke, Speichervirtualisierung, physische und virtuelle Appliances sowie integrierte oder konvergente Lösungen. Durch eine höhere Effizienz und Flexibilität sowie eine einfache Verwaltung bleiben Investitionen, die Unternehmen in ihre Systeme getätigt haben, geschützt.

Exemplarisch dafür stehen Speichersysteme, bei denen rotierende Festplatten mit verschiedenen Flashtechnologien kombiniert sind. Um dieses Zusammenspiel effizient steuern zu können, bedarf es ausgereifter Software. Ein bedeutendes Segment von Software-defined Storage-Lösungen bilden modulare Storage-Systeme, bei denen intelligente Software für ein dynamisches Tiering sorgt.

Die Software platziert häufig benötigte Informationen auf SAS-Festplatten oder SSDs und die selten benötigten Daten auf Nearline-SAS-Platten.

Die schrittweise Migration in eine Software-defined Storage-Welt ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, sonst wäre die Akzeptanz in den Unternehmen kaum vorhanden. Hardware- und Software-definierte Storage-Welten werden auf absehbare Zeit nebeneinander existieren.

Revolutionäre Lösungen für neue Anwendungsszenarien

Parallel zu den bewährten Storage-Systemen ist aber auch ein Bedarf durch neue Anwendungsszenarien entstanden, der sich mit den herkömmlichen Technologien nicht bewältigen lässt. Beispiel dafür sind sehr große Datenmengen oder skalierbarer Speicher in Private, Public oder Hybrid Clouds. Dieser revolutionäre Weg umfasst reine Softwarelösungen sowie hyperkonvergente Komplettpakete, die Server, Speicher, Netzwerkkomponenten und Hypervisor in einem Gehäuse kombinieren.

Solche hyperkonvergenten und hochintegrierten Systeme fassen Hauptspeicher, Rechen- und Speichernetzwerkfunktionen in einer reinen Softwarelösung oder einer Appliance zusammen. Durch eine flexible Konfiguration der Anzahl der Prozessorkerne, der Größe des integrierten Cache- und des Flash-Speichers für Lese- und Schreibvorgänge können solche Lösungen an verschiedene Anwendungsszenarien angepasst werden.

Dell setzt auf Red Hat Ceph

Darüber hinaus setzen sie vermehrt auf Open-Source-Software. Hier geht es beispielsweise um Lösungen, welche die Open-Source-Cloud-Plattform OpenStack als Fundament nutzen. OpenStack ist charakterisiert durch einen modularen Aufbau in den Kernbereichen Compute, Storage und Networking und lässt sich daher in vielfältigen Anwendungsszenarien einsetzen.

So bietet Dell beispielsweise auf Basis seiner PowerEdge-Server und Switches kombiniert mit der Objekt- und Block-basierten Storage-Software Red Hat Inktank Ceph Enterprise eine Lösung, die in OpenStack-Clouds zum Einsatz kommt. Unternehmen sind damit in der Lage, für ihre Anwendungsszenarien den passenden Mix zur Speicherung ihrer Daten zusammenstellen.

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