Einführungswelle steht in Europa zum Jahreswechsel an

Hyperkonvergente Infrastrukturen auf der Überholspur

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

27 Prozent der Unternehmen in der EMEA-Region setzen bereits auf hyperkonvergente Infrastrukturen, in Nordamerika sind es 24 Prozent.
27 Prozent der Unternehmen in der EMEA-Region setzen bereits auf hyperkonvergente Infrastrukturen, in Nordamerika sind es 24 Prozent. (Simplivity)

90 Prozent der Unternehmen in der EMEA-Region wollen innerhalb der kommenden zwei Jahre hyperkonvergente Infrastrukturen einführen. In Nordamerika liegt dieser Anteil nur bei 70 Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt der Report „2015 State of Hyperconverged Infrastructure Market“ von ActualTech Media, dessen Ergebnisse Simplivity veröffentlicht hat. Die Umfrage stellte auch fest, dass Hyperkonvergenz einen direkten Einfluss auf die Weiterentwicklung der obersten fünf IT-Prioritäten der befragten Unternehmen hat: Verbesserung der Datensicherung und –wiederherstellung, Verbesserung der betrieblichen Effizienz, Konsolidierung der Rechenzentren, Virtualisierte Desktop-Infrastruktur und Einsatz einer privaten Cloud-Infrastruktur.

Europa liegt vorn

Beim Thema Hyperkonvergenz hat Europa die Nase vorn: 27 Prozent der Unternehmen in der EMEA-Region setzen bereits auf derartige Infrastruktur, in Nordamerika sind es 24 Prozent. Rund zwei Drittel (67 Prozent) der europäischen Firmen planen die Einführung hyperkonvergenter Lösungen in den kommenden 24 bis 36 Monaten gegenüber 51 Prozent in Nordamerika. Für 62 Prozent der Unternehmen nennen Kosteneinsparungen als Katalysator für die Einführung einer hyperkonvergenten Infrastruktur. Vor allem wurden dabei Rechenzentrum-Konsolidierung (28 Prozent), Kostenreduzierung (17 Prozent) und Verbesserung der betrieblichen Effizienz (17 Prozent( aufgezählt.

„Diese Umfrage zeigt, dass die IT-Profis allmählich erkennen, dass sich eine Reihe von IT-Problemstellen durch Implementierung einer hyperkonvergenten Infrastruktur erheblich abmildern oder beseitigen lassen, aber auch, dass die Anbieter auf diesem Gebiet noch daran arbeiten müssen, um einige dieser Vorteile zu artikulieren“, erklärt Scott Lowe, Mitgründer von ActualTech Media.

Tipps für die Einführung

Der Report enthält folgende Ratschläge für IT-Profis:

  • Abwägung der potenziellen Vorteile der hyperkonvergenten Infrastruktur für bestimmte Projekte, besonders als Bestandteil ihrer Upgrade-Zyklen im Rechenzentrum.
  • Finden eines konkreten Einstiegspunktes oder Anwendungsfalls für eine hyperkonvergente Infrastruktur, der als Startpunkt für die Einführung dienen kann, statt einen kompletten Austausch für die Rechenzentrum-Modernisierung anzustreben.
  • Ganzheitliche Betrachtung der IT-Anforderungen anstelle einer Einzelbetrachtung der Dienste und Ressourcen für das Rechenzentrum - insbesondere deshalb, weil die hyperkonvergente Infrastruktur das Potenzial bietet, eine Reihe von identifizierten IT-Prioritäten abzudecken.
  • Verfolgen eines Gesamtkosten (TCO)-Ansatzes für die Prüfung von hyperkonvergenten Infrastrukturlösungen, da die hyperkonvergente Infrastruktur besonders wirtschaftlich ist, wenn Verbesserungen der Produktivität und der betrieblichen Effizienz mit eingerechnet werden.

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