Datenanalyse-Geschäft wird ausgebaut IBM kauft Algorithmics und i2

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Der IBM-Konzern bleibt der Marschroute hin zu mehr Datenanalyse treu. Algorithmics ist auf Risiko-Analysen für den Finanz-Sektor spezialisiert. i2 ist in Sachen Social Media und Kriminalistik unterwegs.

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Bei IBM wird der Geschäftsbereich Datenanalyse immer wichtiger.
Bei IBM wird der Geschäftsbereich Datenanalyse immer wichtiger.
( Miqul - Fotolia.com)

Datenanalyse in seinen verschiedenen Ausprägungen, wie Data-Mining oder Business Intelligence, spielt im IBM-Konzern seit geraumer Zeit eine immer wichtigere Rolle. Nun hat Big Blue das Segment weiter gestärkt und die beiden Unternehmen Algorithmics und i2 in den Konzern geholt.

Mit Algorithmics wurde ein Kaufpreis in Höhe von rund 387 Millionen US-Dollar vereinbart, der sich aber abhängig vom Börsenschlusswert noch ändern kann. Algorithmics ist eine Risikoanalytik-Firma mit Sitz in Toronto (Kanada).

Die Risikoanalyse-Software wird hauptsächlich von Banken, Investmentfirmen und Versicherungen eingesetzt. Hier geht es ­beispielsweise darum, anhand von Musteranalysen mögliche Kreditausfälle oder potenzielle Versicherungsbetrüger zu identifizieren. IBM kann mit dem dahinter stehendem geistigen Eigentum und dem Know-how der Mitarbeiter das Business-Analytik-Portfolio im Bereich Financial Services erweitern. Beim nicht-börsennotierten Unternehmen i2 handelt es sich auch um einen Spezialisten für die Analyse im Umfeld der Betrugsbekämpfung.

Im ersten Halbjahr 2011 stieg der Umsatz von IBM im Bereich Business Analytik um 20 Prozent, vergleicht man es mit dem Vorjahr. Hintergrund seien die „stetig wachsenden Datenmengen aus strukturierten und unstrukturierten Daten“, die Unternehmen und Behörden immer intensiver auswerten möchten. Beispiele, in denen i2 sein Hauptbetätigungsfeld hat, sind Social-Media-Daten, sowie biometrische und kriminalistische Datenbanken.

Es geht dabei um Krisenmanagement, Transport, Energie, Kommunikation und öffentliche Sicherheit, also alles Bereiche, die bei IBM unter die „Smarter Cities“-Initiative fallen.

In den vergangenen fünf Jahren hat IBM bereits mehr als 14 Milliarden Dollar in 25 Übernahmen mit dem Fokus auf Analytik investiert. Die beiden neuerworbenen Unternehmen werden in IBMs Software-Group integriert. □

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