FlashSystem 5200 vorgestellt IBM kündigt kompakte Enterprise-Speichersysteme an

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

IBM hat mit der FlashSystem-5200-Reihe neue hochkapazitive Speichersysteme im kompakten Formfaktor präsentiert. Zudem wurden Updates für die Hybrid-Cloud und Container angekündigt.

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Das IBM FlashSystem 5200 bringt viel Leistung auf wenig Platz unter.
Das IBM FlashSystem 5200 bringt viel Leistung auf wenig Platz unter.
(Bild: IBM)

Das neue IBM FlashSystem 5200 ist für den Einsatz in Unternehmen aller Größenordnungen konzipiert. Im Vergleich zu den Vorgängern der 5100er-Serie bietet das System mehr Leistung und Kapazität, belegt aber nur eine Höheneinheit im Rack. Gleichzeitig soll der Grundpreis laut IBM je nach Konfiguration um bis zu 20 Prozent unter der bisherigen Generation liegen.

Wie das gesamte IBM-Flash-Speicherportfolio unterstützt das FlashSystem 5200 Red Hat OpenShift, das Container Storage Interface (CSI), Ansible-Automatisierung sowie Integration in den VMware-Stack. Zudem sind die kostenfreien IBM Storage Insights an Bord. Sie sollen Anwendern einen Überblick über komplexe Speicherumgebungen verschaffen und bei KI-gestützten Entscheidungen behilflich sein.

Technische Details

Als Speichermedien dienen NVMe-SSDs, SCM („Storage Class Memory“) oder IBMs FlashCore-Module (FCM). Letztere können Daten ohne Performanceverlust komprimieren und verschlüsseln. Der Hersteller setzt auf das hauseigene IBM Spectrum Virtualize als Betriebssystem. Anwender können damit Speicher in Form eines Pools virtualisieren und verwalten. Datensicherheitsfunktionen wie etwa IBM HyperSwap sorgen unter anderem für automatisches Failover und ermöglichen die Umsetzung von Mirroring-Konzepten über drei Standorte hinweg.

Das FlashSystem 5200 beginnt bei 38 Terabyte Kapazität und lässt sich per Scale-Out in Verbindung mit Deduplizierung und Komprimierung auf bis zu 1,7 Petabyte erweitern. Speichererweiterungen lassen sich über Expansionseinheiten realisieren. Neben dem kompakten FlashSystem 5200 kündigte IBM mit FlashSystem 5015 und 5035 auch zwei weitere 2U-Modelle an. Sie sind für Unternehmen mit weniger anspruchsvollen Leistungs- und Wachstumsanforderungen konzipiert, bieten aber vergleichbare Funktionsausstattung.

Fokus auf Hybrid Cloud

Zusätzlich zur Vorstellung des neuen Speichersystems gab IBM bekannt, die Hybrid-Cloud-Fähigkeiten seines gesamten Storage-Portfolios weiter ausbauen zu wollen. Ab Mitte Februar werden deshalb das FlashSystem-Angebot, das IBM Elastic Storage System und IBM Spectrum Scale um Unterstützung für IBM Cloud Satellite erweitert. Unternehmen sollen damit Cloud-Services überall schnell und einfach erstellen, bereitstellen und verwalten können, von der Public Cloud bis ans Edge. Derzeit befindet sich das Programm in der Betaphase.

IBM kündigte zudem die geplante Aktualisierung von IBM Spectrum Virtualize for Public Cloud an. Die Software ermöglicht Nutzern, Daten aus heterogenen Speichersystemen zwischen On-Premises-Umgebungen und der IBM Cloud oder Amazon Web Services zu replizieren oder zu migrieren. In Zukunft sollen diese Funktionen auf Microsoft Azure ausgedehnt werden. Dazu soll im dritten Quartal 2021 ein Betaprogramm starten.

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