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Zugriff auf Quantenrechner IBM läutet die Quanten-Ära ein

| Autor / Redakteur: Svenja Gelowicz / Diplom-Betriebswirtin Tina Billo

Big Blue will die Quantentechnologie auf breitere Füße stellen. Bereits seit 2016 bietet der Hersteller den Zugang zum IBM Quantencomputer Q als Webdienst an. Mit dem jetzt ins Leben gerufenen Netzwerk "Q" geht das Unternehmen einen Schritt weiter.

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Das „IBM Q Network“ ist ein weltweites Netzwerk von Industrie-, Forschungs- und Wissenschaftsinstitutionen. Das Ziel: Quantentechnologie fördern und erste kommerzielle Anwendungen entwickeln.
Das „IBM Q Network“ ist ein weltweites Netzwerk von Industrie-, Forschungs- und Wissenschaftsinstitutionen. Das Ziel: Quantentechnologie fördern und erste kommerzielle Anwendungen entwickeln.
(Bild: Bosch)

Dem weltweiten "IBM Q Network" sind derzeit zwölf Industrie-, Forschungs- und Wissenschaftsinstitutionen angeschlossen: Barclays, die Daimler AG, Hitachi Metals, Honda, JP Morgan Chase, JSR, Nagase, Oakridge National Lab, Samsung sowie die Universitäten Oxford, Keio (Tokio) und Melbourne. Erklärtes Ziel: Quantentechnologie fördern und erste kommerzielle Anwendungen entwickeln.

Das Netzwerk eröffne Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen mit entsprechendem Hintergrundwissen und Ressourcen den cloudbasierten Zugang zu einem universellen Quantenrechner; konkret zu einem 20 Qubit IBM Q-System sowie entsprechenden Technologien. IBM hat nach eigenen Angaben einen funktionierenden 50-Qubit Prozessor-Prototyp gefertigt und getestet; dieser soll in der nächsten Generation der IBM Q Systeme verfügbar sein.

Neben der Möglichkeit, IBM Quantensysteme zu nutzen, wollen die Gründungsmitglieder ein ständig größer werdendes Ökosystem rund um Quantentechnologien fördern, das auf Open-Source-Quanten-Software sowie den entsprechenden Entwicklungswerkzeugen von IBM basiert.

Praktische Quantenanwendungen für die Industrie

Die Quantentechnologie verspricht Probleme künftig effizienter und schneller lösen zu können, als dies mit klassischen Computern möglich sei, erläutert Dario Chil, Vice President AI und IBM Q bei IBM Research. Dadurch ließen sich neue Anwendungen entwickeln, die für die Wirtschaft, die Wissenschaft und die Gesellschaft von Bedeutung seien. Hierzu zähle unter anderem, dass sich Fortschritte in der Medizintechnik, bei Finanzdienstleitungen, Cloud-Security-Lösungen oder auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz erzielen ließen.

Als konkrete Forschungsgebiete wurde unter anderem die Suche und Entwicklung neuer Materialien mittels Quantenchemie benannt, die beispielsweise in der Automobil- und Transportindustrie die Grundlage für neue mobile Anwendungen oder bessere Elektronik-, Umwelt- und Energieanwendungen schaffen könnten. Mit dem Einsatz von Quantencomputern ließen sich zudem Fortschritte in der Halbleiter-, Display- und IT-Industrie erzielen.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Partnerportal Automobil Industrie übernommen.

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