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Rekordspeicherdichte auf Magnetband IBM und Fujifilm legen Fundament für 35 Terabyte pro Tape

| Redakteur: Nico Litzel

Forscher von IBM Research haben in Zusammenarbeit mit dem japanischen Unternehmen Fujifilm auf ein Test-Magnetband 29,5 Gigabit pro Quadratzoll geschrieben – das entspricht in etwa der 39-fachen Speicherdichte aktuell verfügbarer LTO-Produkte.

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Evangelos Eleftheriou, IBM Fellow und Leiter der Speichertechnologieforschung bei IBM Research in Zürich, steht hinter dem Testaufbau, mit dem das Unternehmen die Rekordspeicherdichte erzielt hat.
Evangelos Eleftheriou, IBM Fellow und Leiter der Speichertechnologieforschung bei IBM Research in Zürich, steht hinter dem Testaufbau, mit dem das Unternehmen die Rekordspeicherdichte erzielt hat.
( Bild: IBM Research, Zürich )

Um die erzielte Rekordspeicherdichte von 29,5 Gigabit pro Quadratzoll zu erzielen, entwickelten die IBM-Forscher mehrere neue Datenaufzeichnungstechniken. Zum einen konnten durch eine präzisere Positionierung der Lese- und Schreibköpfe 25-mal mehr Datenspuren auf dem unverändert 0,5 Zoll breiten Magnetband untergebracht werden. Zum anderen haben die Forscher bei der Detektierbarkeit der einzelnen Bits einen Fortschritt erzielt, sodass sie die lineare Schreibdichte um 50 Prozent steigern konnten.

Ein weiterer entscheidender Faktor war laut IBM der Einsatz eines neu entwickelten reibungsarmen Lese- und Schreibkopfes. Dieser wurde bei IBM Research im kalifornischen Almaden in Zusammenarbeit mit Fujifilm entwickelt. Darüber hinaus arbeiteten die beiden Unternehmen intensiv an der Optimierung der kommenden Generation des zweifach beschichteten Fujifilm-Magnetbandes, das auf Barium-Ferrit-Partikeln basiert.

100 Milliarden Bits pro Quadratzoll geplant

„Diese Demonstration ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung von Bandspeichern mit einer Schreibdichte von 100 Milliarden Bits pro Quadratzoll. Solche Technologien sind notwendig, um mit der Explosion an digitalen Informationen Schritt zu halten“, bekräftigt Evangelos Eleftheriou, IBM Fellow und Leiter der Speichertechnologieforschung bei IBM Research in Zürich.

„Die heutige Ankündigung signalisiert unseren Kunden, dass die Bandspeichertechnologie ihren Kostenvorteil gegenüber Festplattenspeichern und Flash weiterhin aufrechterhalten kann und auch künftig bezahlbare und robuste Datensicherung ermöglicht“, ergänzt Cindy Grossmann, Vice President IBM Bandspeicher- und Archivierungssysteme.

IBM und Fujifilm haben keine Angaben gemacht, wann mit marktreifen Produkten zu rechnen ist.

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