Ganz und gar Flash: Storeserv 7450 von HP

In der Cache-Konkurrenz weit vorne

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Rainer Graefen

Das 4-node-Basismodell von HP StoreServ 7450.
Das 4-node-Basismodell von HP StoreServ 7450. (Foto: HP)

Das 3Par-System ist für HP Storage zur Cash-Cow geworden. Bislang fehlte dem System allerdings die technische Detailreife. Das war gestern. Nun soll der indirekte Vertrieb dem High-end-Speicher einen größeren Absatzmarkt eröffnen.

Mit StoreServ 7450 bietet HP ein Storage-System aus Flash-Disk-Arrays für den Midrange-Markt und für virtualisierte Umgebungen an. Das System, das als 2- und 4-Node-Modell angeboten wird und in 24 Disks bis zu 96 TByte Rohdaten aufnimmt, umfasst eine Mobile Management App für 3Par-Anwender, Fibre-Channel-Support, einen Fibre-Channel-Switch und das Feature "PeerMotion", um die Skalierbarkeit zu optimieren.

Das Flash-Disk-Array Storeserv 7450 soll bestehende Anwendungen stark beschleunigen, denn seine Zugriffszeit liegt mit 0,4 bis 0,7 ms weit unter der durchschnittlichen Latenzzeit von 10 ms von Festplatten.

"Es geht um die Beschleunigung von Transaktionen", sagte Craig Nunes, VP Worldwide Marketing Storage Division. "Je mehr Transaktionen der Kunde bewältigen kann, desto mehr Umsatz macht er." Da aber Flash teurer sei als Festplatte, könne die Wirtschaftlichkeit nur durch die größere Transaktionszahl erreicht werden.

Über oder unter 1 Millisekunde

"Die Kunden haben Anwendungen im Börsenhandel oder in der Client-Virtualisierung, wo Geschwindigkeit Trumpf ist", bestätigt Nunes. Der Markt sind also der Hochgeschwindigkeits-Börsenhandel und Service Provider, die beispielsweise virtuelle Clients sehr schnell bereitstellen wollen.

Die hohe Geschwindigkeit kann laut Nunes nur durch eine bestimmte Optimierung erzielt werden: "Besonders viel Mühe wurde auf die Software verwendet, die die Flash-Disk und den Cache im Controller steuert." Denn hier befindet sich ein potentieller Flaschenhals.

"Wir hatten schon eine Clustered Controller-Infrastruktur von 3Par und für Storeserv 7450 setzen wir vier (2-node) bzw. acht (4-node) Controller ein." Zum Vergleich: Dell hat eine All-Flash-Konfiguration angekündigt, die mit nur zwei Controllern arbeitet. Dell erzielt laut Nunes nur 100.000 I/O-Transaktionen pro Sekunde (IOPS) unter 1 ms gegenüber 500.000-550.000 IOPS unter 1 ms, die StoreServ 7450 liefere.

Aktualität im Cache vonnöten

Die I/O-Leistung des Fibre Channel Controllers liege über 5 GByte/s von einem Array zum Host beziehungsweise bei 40 Gbit/s fürs Netzwerk. Die Angaben variieren je nach Modell. Der Unterschied zwischen HP und anderen Anbietern liegt in den Controllern und deren Cache.

Der Cache, der immerhin 64 GByte groß sein kann, muss sehr kleine Datenmengen von 4 KByte handhaben können, um effizient zu arbeiten. "In jedem Controller", so Nunes, "haben wir einen ASIC-Chip, der uns hilft, die Hardware-Leistung zu erhöhen. Das ASIC haben wir selbst entwickelt."

Um die I/O-Leistung zu optimieren, müsse der I/O-Transaction-Log im ASIC sehr schnell aktualisiert werden. Es ist im Grunde eine Nachschlagetabelle. Außerdem muss die Verbindung zwischen der CPU, dem CPU-Cache und den zwei Flash-Controllern per Direct Memory Access (DMA) erfolgen.

Woher HP seine Flash-Disks geliefert bekommt, wollte Nunes nicht verraten: "Wir veröffentlichen unsere Quellen nicht. Aber wir haben alle verbreiteten SSDs im Markt getestet." Das Array soll weniger Strom verbrauchen und einen geringeren Platzbedarf haben als herkömmliche Storage-Geräte. Mit dem 4-Node-Gerät lasse sich die Leistung des Basisgeräts linear verdoppeln.

Weitere Eigenschaften

Das 7450 verfügt über Disaster-Toleranz und unterstützt Replikationslösungen (auch für Hyper-V-VMs), Lastausgleich, Datenmigration im Hinblick auf Storage Federation. Eine Konsole, die auf allen 3Par-Geräten eingesetzt wird, überwacht die Auslastung und Kapazität. Der Admin braucht also keine neue Schulung, sondern soll sogar eine neu geschriebene mobile App dafür nutzen können.

Inhalt des Artikels:

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  • Seite 2: Preise

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