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Breaking Records: EMC Unisphere und Intel Multicore-Prozessoren werden die Produktpalette von EMC grundlegend verändern In EMCs Entry-Speicherklasse VNXe blitzt die Zukunft des Datenmanagements auf

| Redakteur: Rainer Graefen

Vergangener Erfolg ist wie der Schnee von gestern. Mit der beschleunigten Integration innovativer Produkte unter einer gemeinsame Verwaltungsoberfläche will EMC neue Märkte erschließen.

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Keine leichte Anmoderation: Jede Ankündigung war ein Rekord, wenn nicht gleich ein „Weltrekord“.
Keine leichte Anmoderation: Jede Ankündigung war ein Rekord, wenn nicht gleich ein „Weltrekord“.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit genügend Geld auf der hohen Kante konnte sich EMC im November 2010 mal eben ein Startup wie Isilon für etwas über zwei Milliarden US-Dollar leisten. So etwas kann bei großen Unternehmen den zukünftigen Erfolg absichern.

Bei EMC gehören solche Acquisitionen jedoch fast zum Tagesgeschäft – 2007 waren es z.B. neun, über zehn Jahre summiert bis zu 47 Übernahmen – geht es doch darum den Shareholdern ständig neue Anreize zu bieten und den aktuellen Umsatz von ca. 17 Mrd. US-Dollar durch die Erschließung neuer Märkte weiter zu steigern.

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Innovationsbeschleunigung

EMCs weltweites Announcement „Record Breakers“, für das zahlreiche europäische Kunden und Pressevertreter nach London gerufen wurden, ragte aus dem normalen Marketing-Alltag weit heraus. Und dies nicht nur wegen 41 Innovationen, die zum Teil auf Grund neuer Prozessortechnologie zustande kamen.

Wichtiger als diese normalen Updates ist die Entscheidung von EMC, über die diversen Produkte mit ihren jeweils spezifischen Betriebssysteme hinweg, eine überall gültige Funktionalität umzusetzen. Doch dazu später mehr.

Chief Executive Officer Joe Tucci sparte deshalb in seinen einführenden Worten auch nicht mit „Selbstkritik“: Storage sei zu komplex, zu ineffizient, zu unflexibel und zu teuer.

Auch der Rest der IT-Industrie bekam sein Fett weg. Es gäbe zu viele Betriebssysteme, IT-Hersteller, zu viele Schnittstellen, demzufolge würde viel Geld in der Instandhaltung von Systemen verpulvert und viel zu wenig in die eigentlich vorhandenen innovativen Produkte investiert, lautete seine Schelte.

Rekordbrecher, nicht nur bei Guiness

41 Innovationen im Speicherbereich vorzustellen – das klingt nach schierer Langeweile. Was kann man über Storage vernünftigerweise sagen? Unverzichtbar, weil der moderne Mensch ein Sammler immaterieller Werte ist, weswegen es immer mehr Daten auf immer weniger Raum mit immer weniger Stromverbrauch unterzubringen gilt.

Das ist die seit Jahrzehnten gleichbleibende und deshalb schwer langweilige Grundlage für das nicht unterscheidbare Credo aller Herstellergattungen von mehr Kapazität, höherer Skalierbarkeit und schnelleren Datenzugriffs. Das geht bei einem Produkt, nicht jedoch bei 41.

Mit 41 Innovationen in der eigenen Produktpalette brach EMC schon mal den ersten Rekord, den seinerzeit IBM in die Welt gesetzt hatte. Damals beeindruckte IBM die Welt mit 37 Übernahmen und produkttechnischen Neuerungen in seiner Hard- und Softwarepalette. EMC beschränkte sich auf den Bereich Storage.

EMC will seinen Anteil vom Einstiegssegment

Der zu befürchtenden Langeweile schob Pat Gelsinger, Chief Operating Officer, einen Riegel vor. In ihm hat EMC einen Showman gefunden, der für manchen Spaß zu haben ist. Das hat er schon vor einigen Monaten in Boston gezeigt - und nun auch in London.

Drei Spitzenleistungen, in die teilweise auch EMCs Führungsriege eingebunden war, extra für das Guiness-Buch der Weltrekorde konzipiert, sorgten zwischen den Sachinformationen für die flotte Unterhaltung und Überleitung zu den neuen Produkten. Das war zwar nicht Jedermanns Geschmack, aber zumindest kurzweilig.

Einer der Hauptknüller der Londoner Veranstaltung war die Vorstellung des Einsteigersystems VNXe 3100, das bei einem Preis von 9.499 US-Dollar laut EMC 20 Prozent preiswerter sein soll als vergleichbare Konkurrenzprodukte von HP (P2000i, IBM (DS3512i), Dell (MD3200i) und NetApp (Fas2020).

Das VNXe beherrscht zum Einen die gleichzeitige Speicherung von Block- und File-Daten, also Unified Storage, zum Anderen ist es „kinderleicht“ zu bedienen. Dafür wurde ein Zehnjähriger auf die Bühne geholt, der live mit seinem iPad die defekte Festplatte lokalisieren und tauschen durfte.

weiter mit: Eine einzige Verwaltungssphäre

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