Rudi Kulzer im Gespräch mit Ambuj Goyal

In fünf Jahren wird man die Speicherindustrie nicht wiedererkennen

| Autor / Redakteur: Rudi Kulzer / Rainer Graefen

Ambuj Goyal, General Manager System Storage and Networking bei IBM
Ambuj Goyal, General Manager System Storage and Networking bei IBM (Foto: IBM)

Im Rahmen der IBM Edge 2013 in Las Vegas hatte Storage-Insider Gelegenheit mit dem neuen Speicher- und Netzwerk-Chef der IBM, Ambuj Goyal, über wichtige Trends im Themenfeld Storage zu sprechen.

Seit Januar im Amt, sieht sich Goyal, wie andere Speicher-Verantwortliche der IT-Branche auch, vor gewaltigen Aufgaben. Täglich würden, so der Speicher-Chef, etwa eine Trillion (1018) Byte kreiert, die entsprechend verarbeitet werden müssen. Er ist deshalb davon überzeugt, dass sich die Speicherindustrie in fünf Jahren sehr grundlegend verändern wird.

„Die Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit von Flash sind an einem Punkt angelangt, an dem die Technik revolutionäre Auswirkungen auf Unternehmen, insbesondere für transaktionsintensive Anwendungen haben wird“, prognostizierte Goyal.

Skalierung durch Software-Steuerung

Nahezu alles in der Welt wird durch Daten definiert. Hinzu kommt eine noch nie zuvor dagewesene Datenvielfalt, die von Sensoren und Geräten entsteht, die Menschen weltweit nutzen. Kunden erwarten heute, dass IT-Services jederzeit und über jedes Gerät verfügbar sind.

Das hat in den gewachsenen Personal Computing Strukturen zu exponentiellen Kostensteigerungen geführt. Während sich laut IDC im Jahr 1996 nur 29 Prozent der weltweiten IT-Ausgaben auf Server Management und Verwaltung bezogen, ist dieser Anteil 2013 bereits auf 68 Prozent hoch geschnellt.

Dieses enorme Infrastruktur-Wachstum können Unternehmen nur dann kosteneffizient stemmen, wenn sie skalierbare Lösungen nutzen, die für hohe Datenvolumen ausgelegt sind und die sich in einer Software-basierten Umgebung steuern lassen.

Ohne Partner geht es nicht

Daten-basierten Service-Infrastrukturen gehört nach Meinung von Goyal die Zukunft. Diese will Big Blue in Zusammenarbeit mit Partnern (Software Hersteller, System Integratoren und Service Provider) für Firmenkunden umfassend erschließen.

Ziel ist, den Anwendern einfach zu verwaltende, agile und transparente Lösungen anzubieten, die sich problemlos von privaten zu hybriden Clouds skalieren lassen.

Die Flash-Speichertechnik hat seiner Meinung nach inzwischen einen Preis- und Performance-Punkt erreicht, der den Einsatz selbst in kommerziellen Lösungen hoch interessant macht.

Zukunft braucht Standards

„Wir befinden uns an einem technologischen Wendepunkt. Flash- und Software-definierte-Umgebungen werden unsere Industrie gravierend verändern“, so Ambuj Goyal.

Das Zusammenspiel von Big Data, Social-, Mobil- und Cloud-Technologien schafft ein Umfeld, in dem Unternehmen schneller und effizienter Zugang zu Business Insights haben können. I/O Performance und Data Economics sind dabei Schlüsselfaktoren.

Bei der Lösung dieser Herausforderungen fühlt IBM sich einer offenen, standardbasierten Umgebung verpflichtet. Dazu gehört die Einbindung von Open Source Tools wie Linux, Eclipse, Apache, Openstack und Hadoop.

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