18 Jahre in der Speicherindustrie

Industrieverband SNIA feiert "Volljährigkeit"

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

SNIA-Chairman Daniel Sazbon.
SNIA-Chairman Daniel Sazbon. (Bild: SNIA)

Die Storage Networking Industry Association (SNIA) Europe feiert in diesem Jahr ihr achtzehnjähriges Bestehen. Seit der Gründung hilft der Verband etwa beim Verstehen von Speicherlösungen und damit beim Treffen der entsprechenden Investitionsentscheidungen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1999 hat der Non-Profit-Industrieverband SNIA eine äußerst wandlungsreiche Industrie begleitet. Die technische Entwicklung war oft bahnbrechend und umfasste auch aus damaliger Sicht völlig unvorstellbare Dinge. So begleitete der Verband beispielsweise den Aufstieg von Fibre Channel, SMI-S und die Einführung von Solid-State-Speichern. Auch Basel-II, iSCSI, Bandspeicherstandards, Objektspeicher, energiesparende Rechenzentren und Software-defined Storage waren wichtige Themen im Laufe der Jahre.

Ein besonders prägendes Beispiel für die Veränderung der Industrie durch Technologie ist die Cloud: Sie hat den Markt vollständig auf den Kopf gestellt. Speicherung und Verwaltung von Unternehmensdaten haben sich dadurch signifikant verändert. Zudem wurden die Konzepte Datensicherheit und Datenschutz für den Endnutzer greifbarer.

Storage ist Alltag

Speichertechnologien sind mittlerweile in B2B- und auch B2C-Szenarien zum Alltag geworden, wie der Verband in seinem Rückblick festhält. Dies hängt auch mit der "Kommerzialisierung" von Speichern zusammen. So fiel zum Beispiel der Preis für ein internes Flash-Laufwerk mit einem Terabyte Kapazität innerhalb von drei Jahren von 2.000 auf weniger als 300 Britische Pfund.

Auch die Wahrnehmung von Daten hat sich verändert. Stand vor 18 Jahren stand noch die Zuverlässigkeit beim Speichern und Abrufen im Vordergrund, werden heute Informationen in riesigen Mengen verarbeitet, analysiert und zu Assets gemacht, die Wettbewerbsvorteile bringen sollen. Diese Entwicklung zog allerdings auch eine unangenehme Seite nach sich, nämlich kriminell motivierten Hacker-Aktivitäten.

Bodenbereiter

"Seit der Gründung von SNIA Europe sich in der Industrie viel verändert. Inzwischen Selbstverständliches, wie das Surfen im Internet, wurden durch die Entwicklung der Speichertechnologie wesentlich mitgeformt", resümiert SNIA-Chairman Daniel Sazbon.

"Heutzutage ist es für Unternehmen ganz normal, dass alle Elemente der IT-Infrastruktur nahtlos ineinandergreifen. Vor 18 Jahren war diese Interoperabilität noch ein ferner Traum. Dank unseren Bemühungen und denen unseres Mutterverbandes SNIA können Unternehmen heutzutage die am besten für sie passenden Technologien auswählen, ohne sich über die Kompatibilität Gedanken machen zu müssen. So können sie Speicherinfrastrukturen implementieren, die ihren individuellen Anforderungen entspricht", fügt er ergänzend hinzu.

Standardsetzer

Damals wie heute ist die SNIA für anbieterunabhängige Kommentare und Bildangebote zu Technologie und Best Practices bekannt. Zudem setzt sich der Verband für die Einführung eigener Industriestandards ein. Dazu zählen zum Beispiel das

  • Cloud Data Management Interface (CDMI),
  • die Formatspezifikation Linear Tape File System (LTFS),
  • das Non-Volatile-Memory-Programmiermodell (NVM),
  • die Storage-Management-Spezifikation (SMI-S) oder
  • der Transport-Layer-Security-Standard (TLS) für Speichersysteme.

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