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Neuer DACH-Chef Achim Deboeser im Interview

Informatica stellt sich neuen Herausforderungen

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Wie setzt sich die Kundenstruktur bei Informatica zusammen?

Deboeser: Bislang richtet sich Informatica auf große bzw. sehr große Kunden – Global oder sogenannte Enterprise Accounts – aus. Mit der eben angesprochenen Territory- bzw. Partner-Initiative wollen und werden wir auch hinsichtlich der Kundenstruktur definitiv in die Breite gehen. Zur Zeit adressieren wir Kunden, vom gehobenen Mittelstand aufwärts bis hin zu multinationalen Konzernen. Wir denken aber nun darüber nach, uns speziell mit den Cloud- und Saas-Produkten, unter Umständen auch speziellen Service-Angeboten, auch darunter zu positionieren. Doch das ist eher noch Zukunftsmusik.

Sind neue Produkte in Planung oder stehen signifikante Veränderungen an?

Deboeser: Unser Brot- und Butter-Geschäft und auch die Bereiche, die nach wie vor am stärksten wachsen, sind die Themen Datenintegration und Datenqualität. Viele Unternehmen arbeiten heute mit Data Warehouses, um Daten aus verschiedenen unternehmenskritischen Anwendungen zusammen zu führen. Doch nicht alles, was im Data Warehouse liegt, hat die gleiche Datenstruktur oder die gleiche Datenqualität. Ich denke da nur an Adressdatenbänke mit unterschiedlichen Schreibweisen der gleichen Adresse oder ihren zahlreichen Dubletten.

Was ist dann bei Informatica anders?

Deboeser: Unser Ansatz ist: Alle vorhandenen Daten sollen in einem gemeinsamen Format vorliegen. Sie werden über Extract Transform Load (ETL) in das neue Format gesetzt. Hier sprechen wir also von Datenintegration. Mit Hilfe von Automatismen werden diese Daten dann verifiziert. So erzeugen wir aus dem Datenwildwuchs die entsprechende Datenqualität. Mit dem Ergebnis, dass Unternehmen mit ihren Daten auch wirklich etwas anfangen können. Hier haben wir meines Erachtens den Übergang von Daten zur Information. Nur Informationen tragen dazu bei, produktiv zu arbeiten und entsprechende Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

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Welche weiteren Bereiche adressiert Informatica?

Deboeser: Zwei weitere Standbeine sind die Bereiche Master Data Management (MDM) und Information Lifecycle Management (ILM). Mit MDM erhöhen wir die Möglichkeiten, dass Unternehmen die komplette und gleichzeitige Sicht auf alle Kunden, alle Produkte, alle Lieferanten oder alle Services haben. Master Data Management – bei Informatica verwenden wir auch den Begriff Multi-Domain Master Data Management – ist ein überproportional wachsender Bereich.

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