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Neuer DACH-Chef Achim Deboeser im Interview

Informatica stellt sich neuen Herausforderungen

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Wie offen sind Unternehmen für die Themen Datenintegration und Datenqualität?

Deboeser: Über unseren Ansatz, Dinge zu automatisieren, stehen wir auch im Ruf, Arbeitsplätze zu gefährden. Gerade im Mitbewerb zum Hand-Coding heißt es im Prinzip: Handarbeit gegen Automatisierung. Die technischen Architekten haben den Nutzen für ihr Unternehmen, der sich durch den Einsatz unserer Produkte erzielen lässt, bereits erkannt. Unter Hinweis auf den zu erwartenden hohen Return-of-Investment, finden wir auch auf Entscheiderebene immer mehr Gehör. Unser Stichwort heißt hier: „Maximize return on data“. Einerseits, indem wir den Wert der Daten erheblich erhöhen, indem sie im richtigen Format und in der richtigen Qualität vorliegen. Auf der anderen Seite durch das Reduzieren der Kosten.

Was ist die Herausforderung der Zukunft?

Deboeser: Das ist sicher der Bereich „Interaction Data“ aus neuen Diensten wie Twitter, Facebook oder LinkedIn. Die Nutzung dieser Daten wird aber für Unternehmen immer signifikanter. Dass sie hier mit Hilfe intelligenter Methoden Rückschlüsse ziehen können, um ihre Services und Produkte zu verbessern. Das Datenaufkommen sozialer Medien ist heute bereits größer, als die der Business-Datenverwaltung mit ihren klassischen Transaktionsdaten. Und im vergangenen Jahr gab es zum ersten Mal mehr mobile User, die mit PDAs, Smartphones oder ähnlichen Geräten gearbeitet haben, als mit klassischen Arbeitsplatzgeräten wie Laptops und PCs. Auch hier kommt datenmäßig etwas ganz Großes auf uns zu. Deshalb heißt dieser Trend auch „Big Data“.

Können Sie das noch näher ausführen?

Deboeser: Visionäre sehen in Big Data einen Trend, über den heute schon sehr ernsthaft nachgedacht werden muss. Big Data umfasst drei Bereiche: Zum einen die Welt der Transaktionsdaten (big transaction data). Der transaktionsorientierte Bereich wird auf jeden Fall stärker ansteigen, als die meisten Unternehmen es handhaben können. Noch größeres Datenaufkommen wird der zweite Bereich bringen, die „big interaction data“, der Daten aus sozialen Netzwerken umfasst und von einigen noch gewaltig unterschätzt wird. Und zum dritten die daraus resultierende „big data processing“, die Prozessebene. Hier hat es bereits eine Revolution am Markt gegeben, was dafür geeignete File-Systeme – Umgebungen – angeht, mit der die IT-Welt arbeiten kann. Hier kommt auch der Begriff „Hadoop“ ins Spiel. Dabei handelt es sich um ein offenes File-System, das auf die Vielzahl der unterschiedlichen Formate und Quellen optimiert ist.

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Welchen Rat geben Sie Unternehmen auf den Weg, wenn diese vor der Entscheidung stehen?

Deboeser: Ich warne grundsätzlich vor sogenanntem Vendor-Login. Das One-Stop-Shopping großer Anbieter bringt nicht immer nur Vorteile. Hinsichtlich Performanz, über das Preis-Leistungs-Verhältnis bis hin zum Nutzen, sind sie dabei aber nicht immer auf der richtigen Seite. Mit anderen Worten, und hier sind sich auch viele Analysten einig: Informatica bringt erheblich mehr Nutzenpotenzial bei deutlich geringerem Aufwand.

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