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Data Loss Prevention für große Unternehmen Infowatch bringt Traffic Monitor Enterprise auf den Markt

| Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Mit dem Traffic Monitor Enterprise launcht Infowatch eine Sicherheitslösung, die den Datenverkehr in großen Unternehmen unter Kontrolle bringen soll. Security-Spezialisten können damit einen besonders hohen Consulting-Anteil bei Projekten einbringen.

Natalya Kaspersky, CEO von Infowatch
Natalya Kaspersky, CEO von Infowatch
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Gefahr von Datenverlust ist an sich seit längerem bekannt. Daraus hat sich Data Loss Prevention (DLP) als florierender Wirtschaftszweig der IT-Security-Branche entwickelt. Der DLP-Spezialist Infowatch adressiert mit Traffic Monitor Enterprise nun Unternehmen ab 500 Mitarbeiter, die ihren Datentransfer über E-Mail, Web oder Instant Messenger aus ihrem Netzwerk heraus sicher managen wollen.

Die Lösung analysiert Daten, die auf diesen Wegen übertragen werden, im Hinblick auf Verstöße gegen vorgegebene Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens. Gemäß der Security Policy lassen sich Einstellungen für einzelne Benutzer oder Arbeitsgruppen vornehmen. Die Lösung kategorisiert den Datenfluss hinsichtlich Keywords, verwendeter Sätze und Strukturen. Die zugrunde liegende linguistische Engine ist laut Natalya Kaspersky, CEO von Infowatch, derzeit einzig am Markt.

Vorkonfektionierte Analyse

In diese Engine hat der Hersteller besonders viel Hirnschmalz investiert. Derzeit ist sie in sieben Sprachen erhältlich und kann unter anderem auf die vertikalen Märkte Energieversorgung, Finanzendienstleistungen, Public Sector und Telekommunikation spezifiziert werden. Des weiteren können fachterminologische Datenbanken nach Angaben des Herstellers schnell integriert werden.

Neben dem Traffic im Netzwerk können auch unterschiedliche Schnittstellen überwacht werden: Das Modul Device Monitor kontrolliert Druck- und Kopiersysteme auf Datenmissbrauch hin. Ebenfalls wird die Weitergabe von Daten über jede Form von Medien, über serielle und parallele Schnittstellen sowie über Infrarot oder Firewire reguliert. Auf externe Geräte kann zusätzlich ein Read Only-Zugriff eingerichtet werden.

Aussichten für DLP-Anbieter

Aufgrund der Bundesdatenschutz-Novelle, die im September vergangenen Jahres inkraft getreten ist, wird sich die Nachfrage nach entsprechenden Datenschutzlösungen noch erhöhen. Als DLP-Anbieter sieht sich Infowatch dabei gut gerüstet: „Im Traffic Monitor ist die Möglichkeit für forensische Analysen bereits angelegt. Das ist derzeit ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal“, kommentiert Kaspersky.

Derzeit hat Infowatch fünf Integrations-Partner in Deutschland. Bis Ende des Jahres sollen noch zehn weitere dazu kommen, verkündet Michael Struss, Sales Director von Infowatch. Für Dienstleister, die allerdings Vorwissen und Qualifikationen in Risc-Management, forensischer Analyse und Security-Auditings mitbringen müssen, bietet Infowatch hohe Anreize: Bei großen Projekten, so schätzt Kaspersky, liegt der Consulting-Anteil im DLP-Segment bei etwa einem Drittel des Ertrags.

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