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Bidirektionales Verbindungsprotokoll für Datentransfer per PCI Express und DisplayPort Intel bewirbt Thunderbolt als schnellste PC-Schnittstelle

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit Thunderbolt will Intel die schnellste Schnittstelle zur Datenübertragung zwischen PCs anbieten. Das bidirektionale Verfahren unterstützt PCI Express sowie DisplayPort und ist mit aktuellen Apple-Rechnern verfügbar. Per Kupfer erreicht die vormals „Light Peak“ genannte Technik 10Gbps. Für Sicherheit soll die Trusted Execution Technology sorgen.

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Thunderbolt kann mit optischen oder elektrischen Kabeln genutzt werden.
Thunderbolt kann mit optischen oder elektrischen Kabeln genutzt werden.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Schnittstelle Thunderbolt ist verfügbar und laut Intel die derzeit schnellste Verbindung zwischen PCs und deren Peripherie. Die bislang unter dem Codenamen „Light Peak“ bekannte Übertragungstechnik erreicht mit 10 Gbps nominell die doppelte Übertragungsrate von USB 3.0. Als erste profitieren hiervon Anwender von Apples aktuellem Macbook Pro – dort ist Intels Controllerchip für das Verfahren bereits eingebaut. Passende Peripherie soll bald folgen: So kündigt LaCie bereits eine externe Speicherlösung an, die per Thunderbolt Transferraten bis 700 Megabyte pro Sekunde erreichen soll.

Thunderbolt eignet sich gleichermaßen für die Übertragung von Daten- und Video-Signalen. Das Protokoll erlaubt eine bidrektionale Kommunikation und unterstützt den Datentransfer per PCI Express sowie DisplayPort. Bestehende DisplayPort-Monitore und -Adapter sind zu der neuen Lösung kompatibel. Zudem ist eine Verkettung von Geräten – eines hinter dem anderen – möglich.

Weitere Geschwindigkeitssteigerung per Glasfaser möglich

Die jetzt verfügbare Thunderbolt-Version funktioniert über Kupferkabel. Mittelfristig denkt Intel über weitere Evolutionsstufen nach. Mit Multiplex-Verfahren auf Glasfaser-Basis wären so Geschwindigkeiten von 50 Gbps denkbar. Konkrete Ankündigungen hierüber gibt es allerdings noch nicht.

Klarheit herrscht gleichwohl darüber, dass Intel bestehende I/O-Technologien weiter unterstützen wird. Thunderbolts Stärken liegen in der Übertragung audiovisueller Daten; so lasse sich ein HD-Film voller Länge in 30 Sekunden übertragen. Für die Anbindung von Maus oder Tastatur präferiert Intel jedoch auch in Zukunft andere Verfahren, wie USB.

Intel dementiert Schwachstelle

Mit der Verfügbarkeit von Thunderbolt wurden bereits einige Sicherheitsbedenken kolportiert. Diesen zufolge sei es möglich, per Thunderbolt die Kontrolle auf fremde Systeme zu erlangen. Auf Nachfrage von IP-Insider verweist Intel diese Anschuldigungen ins Reich der Spekulation.

Ansätze, wie die Trusted Execution Technology (TXT), könnten die Gefahr wirksam bannen. Für die Implementierung entsprechender Sicherheitsvorkehrungen seien allerdings die jeweiligen Systemanbieter in der Pflicht. Zum Thema befragt, meint Georg Albrecht Manager Corporate Communications D/A bei APPLE: „dazu gibt es von uns keinen Kommentar“.

Das sagt ComCosult zur Thunderbolt-Technik

Im aktuellen Netzwerk-Insider des Beratungs- und Analystenhauses ComConuslt nimmt Dr. Suppan, Leiter des internationalen Labors von ComConsult-Research in Christchurch und Inhaber sowie Geschäftsführer der ComConsult Akademie, der ComConsult Technologie Information GmbH und der ComConsult Technology Information Ltd., ausführlich Stellung zur Thunderbolt-Technologie. Den Text von Dr. Suppan können Sie über den Download-Link am Ende dieses Textes als PDF herunterladen.

Der ComConsult Netzwerk-Insider

ComConsult veröffentlicht monatlich den „Netzwerk Insider“ als PDF-Datei und versendet diesen an mittlerweile über 15.000 eingetragene Leser.

Der Netzwerk-Insider vertritt die Sichtweise von Technologie-Anwendern und bewertet Produkte und Technologien im Sinne der wirtschaftlichen und erfolgreichen Umsetzbarkeit in der täglichen Praxis. Der Netzwerk-Insider ist bekannt für seine kritische, herstellerneutrale und fundierte Technologie-Bewertung.

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