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IT-Verantwortliche fürchten Insider-Angriffe auf sensible Daten Interne Sicherheit hat bei IT-Investitionen oberste Priorität

| Redakteur: Martin Hensel

Einer Umfrage von Secure Computing zufolge fürchten IT-Sicherheitsverantwortliche derzeit besonders Insider-Angriffe auf das eigene Unternehmen. Über 80 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Firma mehr durch Attacken von innen als von außen bedroht sehen. 37 Prozent der Umfrageteilnehmer hatten im vergangenen Jahr den Verlust sensibler Daten zu beklagen.

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IT-Sicherheitsverantwortliche fürchten laut Secure Computing besonders Angriffe aus dem eigenen Unternehmen.
IT-Sicherheitsverantwortliche fürchten laut Secure Computing besonders Angriffe aus dem eigenen Unternehmen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf der europäischen Sicherheitsmesse InfoSecurity 2008 in London führte Secure Computing eine Umfrage zum Thema gefürchtete Bedrohungen unter 103 IT-Verantwortlichen durch.

Demnach fürchten über 80 Prozent der Befragten vor allem Insider-Angriffe aus dem eigenen Unternehmen. Dies umfasst sowohl den unbeabsichtigten Datenverlust (Data Leakage) als auch den gewollten Datendiebstahl. Nur 17 Prozent aller Umfrageteilnehmer halten Attacken externer Angreifer für gefährlicher.

37 Prozent gaben an, im vergangenen Jahr sensible Daten verloren zu haben. Auf die Absicherung gegen interne Angriffe legen 34 Prozent der IT-Spezialisten größten Wert. Dementsprechend wollen sie auch in diesem Bereich in Zukunft investieren.

Zu den weiteren Erkenntnissen der Studie zählte auch die Feststellung, dass E-Mail weiterhin als Achillesferse der IT-Sicherheit gilt. Für 34 Prozent der Befragten steht die Sicherung des E-Mail-Verkehrs ganz oben auf der Agenda. 25 Prozent sehen in Voice over IP, weitere 21 Prozent in browserbasierten Angriffen das größte Bedrohungspotenzial.

Externe Angriffe werden vor allem im Zusammenhang mit bidirektionalen Web-2.0-Anwendungen gefürchtet. Diese sind laut Secure Computing besonders anfällig für Attacken verschiedenster Arten. Hacker werden dagegen nur von 22 Prozent der Teilnehmer als größte externe Gefahr gesehen. Malware bereitet aber 56 Prozent der Befragten größere Sorgen.

Ingesamt betrachtet wird IT-Security mehr und mehr als entscheidender Erfolgsfaktor eines Unternehmens angesehen. Nur für zehn der 103 Befragten war die Sicherheit ein „notwendiges Übel“. Die restlichen Teilnehmer gaben dem IT-Schutz mindestens den gleichen strategischen Stellenwert wie anderen IT-Projekten.

(ID:2013067)