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Netzwerk-Grundlagen – Rechenzentrumsnetze im Umbruch, Teil 6 iSCSI, FCIP, FCoE, EoFC, CEE, DEE und DCB – I/O-Konsolidierung im Rechenzentrum

| Autor / Redakteur: Dr. Franz-Joachim Kauffels / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Virtualisierung und I/O-Konsolidierung bilden ein untrennbares Paar. Was dies bedeutet, zeigt dieser Beitrag im Überblick, Details liefern die nächsten Teile. Denn ohne ein Grundverständnis in dieser Thematik scheitert jede Planung moderner Rechenzentren.

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Die Entwicklung des Data Center Ethernet schreitet rasant voran und ist Grundlage des Converged Networks im Rechenzentrum; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
Die Entwicklung des Data Center Ethernet schreitet rasant voran und ist Grundlage des Converged Networks im Rechenzentrum; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
( Archiv: Vogel Business Media )

Alles, was ich in den Folgen eins bis fünf dieser Serie beschrieben wurde, führt zu einer völlig neuen DV-Welt. Man kann das in wenigen Worten zusammenfassen:

  • Virtualisierung ist ein anderes Wort für Zentralisierung
  • Wichtige Funktionen für Hochverfügbarkeit und Backup werden aus den Betriebssystemen in Virtualisierungssoftware verlagert
  • Virtualisierung ändert Architekturen
  • Virtualisierung ändert Datenströme
  • Im Endeffekt wird aus dem Rechenzentrum ein großer Rechner mit dem Netzwerk als Systembus
  • 10/40/100 GbE und andere Technologien dieser Leistungsklasse werden dringend benötigt

Ein wesentliches Instrument einer erfolgreichen Virtualisierungsstrategie ist die I/O-Konsolidierung.

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Kern der I/O-Konsolidierung ist die Konvergenz von LAN und SAN im RZ. Hersteller und Standardisierung haben uns in diesem Zusammenhang mit einer Unmenge neuer Begriffe überflutet, iSCSI, FCIP, FCoE, EoFC, CEE, DEE und DCB sind nur einige davon.

Der enge Zusammenhang zwischen Virtualisierung und Speichertechnologie wurde ja bereits besprochen.

In heutigen RZs benutzen Unternehmen üblicherweise Ethernet für die TCP/IP-Netze und Fibre Channel für Storage Area Networks (SAN). Ethernet-Netzwerke werden üblicherweise dazu aufgebaut, dass Benutzer relativ geringe Datenmengen über LANs oder auch größere Distanzen bekommen können. Storage Area Networks werden in Unternehmen und Organisationen implementiert, die für Anwendungen wie Booting, Mail Server, File Server oder große Datenbanken den Zugriff auf Block-I/O benötigen.

Die Vorteile der SANs sind: zentralisiertes Management, hohe Sicherheit, sinnfällige Verwaltung der Speicher-Ressourcen, einheitliche Darstellung und Implementierung spezieller Storage Services wie periodische Backups und die Unterstützung des Betriebs effektiver Benutzungsniveaus der Speicher-Ressourcen.

Die Konvergenz von LAN und SAN im Rechenzentrum bringt eine Reihe möglicher Vorteile. Sie beruht auf der Abbildung des „Speicherverkehrs“ auf die Ethernet Switching Fabric mittels einer geeigneten Technologie wie z.B. iSCSI, FCoE oder FCIP

iSCSI ist bewährt und problemlos. FCoE klingt zunächst einmal gut, stellt aber zusätzliche Anforderungen an die Ethernet Switching Fabric, die ggf. komplex und kritisch werden können, obwohl sie sich zunächst trivial anhören: Lossless Ethernet und Congestion Notification & Control

Es ist kritisch zu prüfen, inwieweit die Hersteller diese Anforderungen erfüllen können, wenn nicht, kann man das Konvergenzthema mit FCoE knicken.

Das Data Center Ethernet als Grundlage für FCoE ist eine unmittelbare Weiterentwicklung des Ethernets mit zusätzlichen funktionalen Elementen, siehe dazu Bild 1.

weiter mit: Das Grundkonzept der I/O-Konsolidierung

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