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Kommentar von Perry Eekhout, Emulex Ist die Zeit für Solid State Disks im Rechenzentrum gekommen?

| Autor / Redakteur: Perry Eekhout / Nico Litzel

Die Festplatte ist tot, es lebe die SSD-Technik! Das stimmt so natürlich nicht. Viele Storage-Hersteller verkaufen nach wie vor Unmengen von Festplatten und werden das auch weiterhin tun. Allerdings scheint es, dass wir uns rasant dem von Malcolm Gladwell beschriebenen Tipping Point nähern, an dem „Ideen und Produkte und Botschaften und Verhaltensweisen“ sich genauso wie ein Virus verbreiten.

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Der Autor: Perry Eekhout ist Regional Manager Central Europe bei Emulex
Der Autor: Perry Eekhout ist Regional Manager Central Europe bei Emulex
(Bild: Emulex)

Solid State Disks scheinen Gladwells Pandemie-Kriterien zu erfüllen. Oder handelt es sich hier einfach nur um eine weitere Modeerscheinung? Dagegen spricht allerdings die Tatsache, dass viele Analysten bereits über den Einsatz von SSD-/Flash-Technik in Servern als De-Facto-Standard reden.

SSDs im praktischen Einsatz

Im Laufe der vergangenen Jahre wurden SSDs als lokaler Storage in Servern eingesetzt und es gab noch die Hoffnung, dass diese irgendwann Storage Area Networks (SAN) ersetzen könnten.

Aber große Datenbanken, virtuelle Umgebungen und Big-Data-Analytik erfordern viele Server, die an gemeinsam genutzten Storage angebunden werden. Der lokale Flash-Speicher verwandelte sich immer mehr zu einem serverbasierten Caching. Genau so positionieren Unternehmen wie EMC und Fusion-IO heute ihre auf PCI-Express basierenden Flash-Adapter.

Darüber hinaus kamen diese SSDs im Storage Fabric in mindestens drei Einsatzszenarien vor: SSDs vor traditionellen Festplatten in einem Storage-Chassis (Hybrid Array), SSDs in einer Fabric-basierten Appliance vor einem traditionellen Disk Array und Voll-Flash-Arrays als Primärspeicher.

SSDs erfordern Änderungen an den RAID Controllern

Die meisten Speicherhersteller haben bereits Hybrid-Arrays im Portfolio, die ein Flash Frontend vor herkömmliche Festplatten setzen, um die Performance zu beschleunigen. Das geschah nicht ohne Bedenken, da das Hinzufügen von SSDs Änderungen an den RAID Controllern, die zum Speichern der Daten auf traditionelle Festplatten eingestellt waren, erforderte. Für einige Kunden stellt das eine Chance zum Einstieg in SSD Storage dar. Andere sehen es lediglich als Möglichkeit, die Performance zu erhöhen.

Die Verbreitung von „Voll-Flash“-Appliances wächst allmählich, da große Datenbanken und zunehmend dichte virtuelle Umgebungen größere Datenspeicher mit mehr I/O-Vorgängen pro Sekunde und niedrigere Latenzzeiten erfordern. Zu den bereits erhältlichen Lösungen gehören I/O Offload Engines mit einer beschleunigten virtuellen Desktop-Infrastruktur (VDI) oder Software Defined Storage, der entweder als fabric-basierter Cache- oder Primärspeicher zur Verfügung steht. Einige Hersteller bieten „Voll-Flash“-Speichersysteme, die sehr robuste und anspruchsvolle Anwendungsumgebungen unterstützen.

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