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Weltweite Vorhersage von Gartner IT-Ausgaben könnten stärker als gedacht sinken

| Autor / Redakteur: Katrin Hoffmann / Rainer Graefen

Die Marktforscher von Gartner haben ihre Prognose zu den IT-Ausgaben rund um den Globus nach unten korrigiert. Sämtliche Segmente sollen 2015 von Absatzrückgängen betroffen sein.

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Mehr schlecht als recht läuft das Geschäft mit manchen Geräten und Dienstleistungen.
Mehr schlecht als recht läuft das Geschäft mit manchen Geräten und Dienstleistungen.
(Bild: Julien Eichinger - Fotolia.com)

Schon im April dieses Jahres hatten die Analysten ein Minus der weltweiten IT-Ausgaben in diesem Jahr um 1,3 Prozent in US-Dollar prophezeit. Jetzt hat Gartner eine weitere Schätzung vorgelegt, die noch niedriger ausfällt. Demnach könnten die Investitionen um 5,5 Prozent zurückgehen, allerdings Währungseffekten geschuldet.

Dollar-Kurs ausschlaggebend

Die Analysten führen den voraussichtlichen Rückgang auf den steigenden US-Dollar zurück. Währungseffekte-bereinigt beziehungsweise bei konstantem Dollar würde der IT-Markt demzufolge um 2,5 Prozent zulegen. Im April hatte die Prognose dafür noch bei plus 3,1 Prozent gelegen.

Am meisten sollen die Communication Services einbüßen. Der Absatz könnte hier um 7,2 Prozent einbrechen. Der Preisverfall und die scharfe Wettbewerbslage seien hier die Ursachen.

Das zweitstärkste Minus mit vermutlich 5,7 Prozent werden demzufolge die Devices erleben. Hier soll sich vor allem der PC- und Tablet-Markt weiter abschwächen. Die Ausgaben für Handys und Smartphones dagegen sollen konstant bleiben.

(Bild: Gartner)

Auch Services im Minus

Auch die Investitionen in IT-Services werden laut Prognose um 4,3 Prozent sinken. Dabei könnten sich aber die Ausgaben für die Beratung moderat erhöhen, wogegen die Prognose für Implementierungsdienstleistungen von Gartner reduziert wurde. Denn immer mehr Käufer bevorzugten Lösungen, um den Zeit- und Kostenaufwand für diesen Teil ihrer IT-Projekte gering zu halten.

Ein geringeres Minus sollen Anbieter von Rechenzentrums-Technik (-3,8 Prozent) und Enterprise Software (-1,2 Prozent) erleben. Im Datacenter-Bereich gibt laut Gartner jedoch der Server-Markt Anlass zur Hoffnung. Enterprise-Software-Anbieter scheuten sich wegen Software-as-a-Service vor Preiserhöhungen.

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