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Nach erneutem Rückgang der Ausstellerzahlen

IT-Messe Systems wird eingestellt

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Fünf Trends

Zum einen will man den Trend Richtung Freizeit aufgreifen, der auf Anwenderseite zu einer engeren Vernetzung von IT und CE geführt habe. IT- und CE-Anwendungen werden künftig viel stärker Web-basiert genutzt - Beispiel der berühmte Kühlschrank mit Internet-Anschluss. »Wir möchten aber darauf nicht so reagieren, dass wir eine Halle mit Kühlschränken oder Küchengeräten füllen, um damit Consumer zu adressieren«, stellt der Messechef klar. Sondern die neue Plattform soll die für Business-Kunden relevanten Aspekte dieser Entwicklung aufgreifen und Anwendern aus der ITK Orientierungshilfe bieten.

Zweitens soll der Kongress Anbietern im Mobility-Umfeld ermöglichen, ihre Marken stärker zu positionieren. »Das wird immer wichtiger, weil die Produkte hier immer vergleichbarer werden«, so Dittrich.

Drittens werde man sämtlichen On-Demand-Modellen großen Platz einräumen, ebenso wie den Prozessthemen wie SOA, Green-IT, und businessrelevanten Rechtsthemen. Eine stärkere gesellschaftliche Verzahnung erwartet sich Dittrich von der Einrichtung einer »Blogger-Lounge«. Die bislang parallel zur Systems stattfindende »Communication World« soll ebenfalls in den neuen Event-Kongress integriert werden.

Von der Fläche zur Beteiligung

Wie man den künftigen Event finanzieren will, auch dazu äußerte sich der Messechef noch sehr bedeckt. Denn bislang lebt die Messe vom Verkauf der Standflächen, das wird im Rahmen der stärker Kongress-orientierten Ausrichtung nicht mehr möglich sein. »Die Mitwirkung am Event wird für die beteiligten Anbieter kostenpflichtig sein. Wir entwickeln derzeit noch die Preis- und Beteiligungsmodelle«, so Dittrich.

Längst überfälliger Schritt

40 Jahre lang gab es die Systems, doch spätestens seit dem Jahr 2001 war offensichtlich, dass sich das Modell übeholt hat. In den vergangenen Jahren experimentierte die Systems allerdings mehr, als dass ein beherzter, radikalere Schnitt angepeilt wurde. Themen-Areas fanden nur sehr zögerlich den Weg in die Hallen, der ständig größer werdende Kongress lief weiterhin als begleitendes Beiwerk.

Glänzende Ausnahme: die Security-Area, die allerdings nicht von der Systems selbst, sondern vom Secumedia-Verlag organisiert wird. Er ist auch der einzige Bereich, der das Ende der Systems überleben und möglicherweise gestärkt daraus hervorgehen wird.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was mit der erfolgreichen Security Area passiert.

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