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Nach erneutem Rückgang der Ausstellerzahlen

IT-Messe Systems wird eingestellt

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Security-Area macht sich selbstständig

Außerdem wird sich der erfolgreichste Bereich der Systems, die Security-Area, mit einer eigenen Kongressveranstaltung selbstständig machen als ITSA-Messe, die erstmals vom 23.-25. Juni in München stattfinden wird. Diese wird, wie bislang auch die integrierte IT-Security-Area, nicht unter der Leitung der Messe München organisiert, sondern vom Verlag Secumedia unter Federführung von Geschäftsführerin Veronika Laufersweiler.

Wie bewerten Sie die Zukunft der Systems beziehungsweise der Nachfolgeveranstaltung: Hat sie eine Chance oder wird sie gar nicht mehr stattfinden? Diskutieren Sie mit im Forum von IT-BUSINESS!

Kommentar

von Harry Jacob, Redaktionsleiter IT-BUSINESS

Schon in der Vergangenheit versuchte die Messegesellschaft, den Rahmen der Systems zu erweitern. Neben der eigenen Messe und der Communications World fand parallel die Internet World statt. Nach Platzen der Dotcom-Blase 2003 als Anhängsel der Systems nach München geholt, schrumpfte die ursprünglich ebenfalls mit einer Ausstellung versehenen Veranstaltung relativ schnell zu einer kleineren Kongress-Messe. Warum man als Kooperationspartner der »Internet World« zusätzlich eine eigene »Communication World« in derselben Location betreiben muss, bleibt ebenso rätselhaft wie der Versuch von 2004, Synergien mit den Medientagen München zu finden, oder die 2006 parallel stattfindende Immobilienmesse, die die Systems-Besucher dazu zwang, statt des gewohnten Westeingangs zum Osteingang zu pilgern.

Der einzige Bereich, der sich seitdem wirklich positiv entwickelte, war das Thema IT-Security – so erfolgreich, dass sich beispielsweise in diesem Jahr auch Storage-Anbieter in diesen Ausstellungsbereich drängten. Ausgerechnet dieser Bereich wird nun herausgelöst und in den Sommer verlegt. Gut für den Secumedia-Verlag, schlecht für die Nachfolgeveranstaltung der Systems.

Was passiert mit dem »Rest«? Die Antwort darauf hat die Messe noch nicht gefunden: »Das detaillierte Konzept stellt die Messe München der Öffentlichkeit im November vor«. Nebulös auch der Versuch einer Erläuterung von Klaus Dittrich: »Es wird flexibler und emotionaler sein«. Das ist keine Ankündigung, sondern eine Bankrotterklärung. Die Systems ist tot, es lebe die Systems? Nein: Die Systems ist tot. Punkt.

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