Mendelsohn: „Das ist ein schlechter Tag für SAP“

Jetzt wird es ernst mit Oracle In-Memory

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Rainer Graefen

In-Memory ist nun eine Option von Oracle 12c.
In-Memory ist nun eine Option von Oracle 12c. (Bild: Andrea Danti/Fotolia.com)

Oracle zieht beim In-Memory-Computing nach und stellt die Funktion als Option für die aktuelle Datenbankversion Oracle 12c vor.

Insgeheim hatte man gehofft, Oracles oberster Boss, Lawrence Ellison, würde sich persönlich die Ehre geben und in Frankfurt am Main Oracles In-Memory-Lösung präsentieren. Deutschland gilt sei den Bemühungen der SAP, das mit HANA den Weg für In-Memory-Computing vorgezeichnet hat, zudem als weltweiter Vorreiter für diese innovative Analysetechnik. Oracles, SAPs schärfster Rivale, stand somit in der Pflicht dem Konkurrenten etwas entgegenzusetzen, um nicht noch mehr Boden zu verlieren.

Günther Stürner, Vice President Sales Consulting von Oracle Deutschland, führt durch die Präsentation.
Günther Stürner, Vice President Sales Consulting von Oracle Deutschland, führt durch die Präsentation. (Bild: Kriemhilde Klippstätter)

Statt Ellison gab sich Andy Mendelsohn die Ehre, Oracle Senior Vice President für Server-Technologien. Er nannte die Ziele, die Oracle bei der Entwicklung der In-Memory-Option verfolgt:

  • Die Datenbankrecherche (Queries) sollten 100mal schneller erledigt werden,
  • OLTP-Anwendungen sollten doppelt so schnell und
  • bestehende Anwendungen ohne Änderungen ablaufen.

„Die alten Datenbanken und Anwendungen arbeiten noch immer, zwar schneller und sicherer, aber unverändert“, fasst er das Ergebnis zusammen.

Zeile oder Spalte?

Die Frage, welche Organisation – Spalte oder Zeile – für eine Datenbank-Anwendung besser ist, ist bekanntlich nicht eindeutig zu klären: Für Datenbankanalysen eignet sich ein Spalten-orientierter Aufbau, etwa wenn man die Verkaufserlöse einer Region ermitteln will. Man untersucht nur die Spalten, die dafür benötigt werden, alle anderen Informationen blendet man aus. Interessiert man sich aber für Daten, die eine Transaktion auslösen, also beispielsweise, welche Verkaufsorders eingegangen sind, organisiert man besser der Reihe nach, also Zeilen-orientiert.

Was kann Oracle 12c?
Was kann Oracle 12c? (Bild: Kriemhilde Klippstätter)

Oracle löst nach eigenen Angaben das Dilemma: „Oracle 12c speichert die Daten in beiden Formaten und auch noch gleichzeitig“, erklärt Mendelsohn die Technik. Präzise formuliert das Günther Stürner, Vice President Sales Consulting von Oracle Deutschland, etwa gegenüber dem Branchenblatt „DOAG-News“:

„Eine Oracle-Tabelle wird als In-Memory definiert und dann als Spalten-orientierte Repräsentation in einem Bereich der System Global Area im Hauptspeicher abgelegt“, sagt er. „Die Zeilen-orientierte Repräsentation auf den Platten und im Hauptspeicher bleibt davon unberührt“.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42775773 / ECM/Datenbanken)