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Fibre Channel over Ethernet (FCoE) als Ergänzung zu 10-Gigabit-Ethernet Kommentar zu Server- und Storage-Trends 2010: Cloud Computing im Aufwind

| Redakteur: Ulrich Roderer

Peter Dümig, Enterprise Solutions Marketing Manager bei Dell in Frankfurt, hält ISCSI, 10-Gigabit-Ethernet und Cloud für die wichtigsten Trends in 2010.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Zentrales Thema im Server- und Storage-Umfeld wird die Virtualisierung bleiben. In vielen Unternehmen besteht hier nach wie vor ein großes Kosteneinsparungspotenzial. Das Thema wird insbesondere umso brisanter, als das Datenwachstum auf breiter Front exponentiell ist.

Weltweit rechnen Anaqlysten beispielsweise mit einem Datenaufkommen in Höhe von bereits rund 1.000 Exabyte im kommenden Jahr. Für das einzelne Unternehmen bedeutet dies, dass kostengünstige virtualisierte Speicherlösungen immer wichtiger werden, denn durch Virtualisierung können vorhandene Ressourcen besser ausgeschöpft und damit Investitionen in zusätzliche Speicherkapazität vermieden werden.

Dabei sollte berücksichtigt werden, dass nur eine ganzheitliche Virtualisierungslösung den maximalen Nutzen verspricht. Das heißt, ein integrierter Ansatz muss auf jeden Fall die Server- und Speicher-Infrastruktur umfassen. Nur dies ermöglicht neben der optimalen Ausschöpfung vorhandener IT-Ressourcen und Reduzierung der Serverfarm eine einfachere Administration und erhöhte Ausfallsicherheit sowie insgesamt eine nachhaltige Senkung der Betriebskosten.

iSCSI im Aufwind

Kostengünstige Lösungen für derartige Konsolidierungen sind heute durchaus verfügbar: im Storage-Bereich zum Beispiel iSCSI-SAN-Architekturen. Im Vergleich zu Fibre Channel (FC) kann iSCSI zum Teil deutliche Kostenvorteile für sich verbuchen – zum Beispiel im Hinblick auf NICs, Switches oder die Verkabelung. Für iSCSI spricht vor allem, dass es sich komfortabel in eine vorhandene Infrastruktur integrieren lässt, das heißt, eine implementierte Ethernet-Topologie kann mitgenutzt werden, da sich ein iSCSI-basiertes System einfach an die freien Ethernet-Ports eines Switches anschließen lässt.

Für ein FC-SAN hingegen benötigen Unternehmen vollständig neue Komponenten. Zu berücksichtigen ist auch, dass iSCSI-Systeme meistens standardmäßig bereits über eine Vielzahl von Tools etwa für Snapshots, Replikation, Thin Provisioning oder die Einbindung in virtuelle Strukturen verfügen.

Zukunft: 10-Gigabit-Ethernet

Generell werden die Anforderungen an Performance und Datendurchsatz in Rechenzentren immer höher. Marktforschungsinstitute sind sich deshalb einig, dass 10-Gigabit-Ethernet die Zukunft gehört. Denn damit kann die Bandbreite in virtualisierten Umgebungen auf effiziente Weise erhöht werden. Auch ist bereits heute zu erkennen, dass der Bedarf in den Unternehmen nach konvergenten Netzinfrastrukturen steigt, also nach einer Verknüpfung von Speicher- und Datennetzen. Getrennte Fibre-Channel- und Ethernet-Netze – heute noch in etlichen Unternehmen üblich – führen zu redundanten Infrastrukturen und Ressourcen. Und hier schafft 10-Gigabit-Ethernet die Basis für eine Eliminierung doppelt vorhandener Architekturen. Unternehmen können dann Fibre Channel over Ethernet (FCoE) einsetzen, um implementierte Fibre-Channel-Infrastrukturen mit 10-Gigabit-Ethernet zu verbinden.

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