Marktübersicht – Backup für kleine und mittlere Unternehmen

Kompakte Backup-to-Disk-Lösungen gewinnen an Bedeutung

20.04.2009 | Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Nico Litzel

Festplattenhersteller Seagate bietet ab Mai die kompakten NAS-Systeme „BlackArmor NAS 420/440” an, die neben Windows und Mac-OS auch Linux-Versionen ab Kernel 2.6.7 unterstützen.
Festplattenhersteller Seagate bietet ab Mai die kompakten NAS-Systeme „BlackArmor NAS 420/440” an, die neben Windows und Mac-OS auch Linux-Versionen ab Kernel 2.6.7 unterstützen.

Grenzen zwischen Consumer-Produkten und professionellen Lösungen weichen auf

Außer den „üblichen Verdächtigen“ wie Buffalo Technology, Freecom oder LaCie haben auch führende Festplattenhersteller wie Seagate und Western Digital (WD) ihr Portfolio um die „NAS-Würfel“ erweitert, was zur Folge hat, dass bisher gültige Grenzen zwischen Consumer-Produkten und professionellen Lösungen zunehmend aufweichen. Damit aber ist der Wettbewerb nicht nur in puncto Leistung, sondern auch mit Blick auf die Preisgestaltung voll entbrannt. Das gilt besonders bei den mit zwei bis vier SATA-Festplatten bestückten Varianten, die konkurrierende Produkte gnadenlos in den Schatten stellen.

Hierzu ein Beispiel: Netzwerkfähige „Desktop-NAS“ mit einem Terabyte Speicherplatz sind vereinzelt bereits ab 150 Euro erhältlich und selbst für deutlich aufnahmefähigere Systeme werden für gewöhnlich nur Beträge im unteren vierstelligen Bereich fällig.

Die Preise für einfache REV-Lösungen bewegen sich demgegenüber bereits zwischen 319 und 520 Euro (GoVault: 329 bis 569 Dollar) – wohlgemerkt für ein Single-Slot-Laufwerk plus Trägermedium mit 35 (40) bzw. 120 Gigabyte Speicherkapazität. Hinzu kommen Kosten zwischen 65 und 85 Euro respektive 130 bis 320 Dollar pro Datenträger. Die erwähnten Bundles aus Wechselfestplatten und Software verkauft Iomega zwar bereits ab 179 Euro, diese aber nehmen maximal 480 Gigabyte komprimiert auf. Angesichts solcher Kostennachteile verwundert nicht, dass Iomega anstelle der REV-Autoloader inzwischen eine eigene NAS-Produktlinie vermarktet.

Jenseits der Kompaktsysteme

Wenngleich die Kompakt-NAS hinsichtlich Kapazität, Übertragungsraten, Software-Ausstattung, Bedienkomfort und Preis also durchaus überzeugen, weisen sie dennoch einige Schwächen auf, die den Einsatz in anspruchsvolleren Szenarien zumindest schwierig machen. Als größtes Manko und damit Ausschlusskriterium erweist sich bei näherem Hinsehen oft die eingeschränkte Betriebssystemunterstützung: Aufgrund ihrer Zwitterstellung sind die meisten der bis hierhin vorgestellten Lösungen ausschließlich für den Einsatz mit Windows-PC und Macs ausgelegt, einige besonders preisgünstige Systeme kommunizieren gar nur mit Windows-Rechnern.

Wer hingegen auch Linux-Maschinen und Unix-Workstations in das Backup einbinden will, muss zu flexibleren Lösungen und damit meist tiefer in die Tasche greifen. Einen Grenzfall stellt in diesem Zusammenhang Seagates neue Produktlinie BlackArmor NAS 440/420 dar, die ab Mai in vier Größen zwischen zwei und acht Terabyte in den Handel kommt und neben Windows XP und Vista sowie MacOS ab Version 10.4.11 auch alle Linux-Versionen ab Kernel 2.6.7 unterstützen soll (die aktuellste stabile Version ist 2.6.29.1).

Weiter mit: Maximalausführung für unter 2.000 US-Dollar

 

Backup- und Archivierungsstrategien

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