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Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 12 Lokale Netze: Einführung und Topologien

| Autor / Redakteur: Dr. Franz-Joachim Kauffels / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Lokale Netze LANs waren von Anfang an der Netztyp, mit dem die höchste Leistung für angeschlossene Geräte realisiert werden konnte. Trotz der hier recht früh greifenden Standardisierung gab es viele, sehr unterschiedliche Systeme. Dieser Teil der IP-Insider-Grundlagenserie zeigt, was LANs auszeichnet und wie diese grundsätzlich funktionieren.

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Lokale Netze gibt es in diversen Topologie-Ausprägungen; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
Lokale Netze gibt es in diversen Topologie-Ausprägungen; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
( Archiv: Vogel Business Media )

PC-Netze und Intranets stellen heute in den allermeisten Unternehmen und Organisationen die Basis jedweder Datenverarbeitung dar. Sie unterstützen die Arbeit des Einzelnen, des Teams und des gesamten Unternehmens. Sie heben die Grenzen der einzelnen Arbeitsplätze auf und helfen, Medienbrüche zu vermeiden.

Technische Grundlage für diese Netze sind LANs in den unteren zwei bis vier Schichten des OSI-Modells. Ein PC-Netz entsteht, indem innerhalb eines LANs neben den Arbeitsplatzrechnern auch Server installiert werden, die mit einer speziellen Software für den Daten- und Funktionsverbund ausgestattet werden. Lange Jahre war hier NetWare von Novell ein führendes Produkt.

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Ein Intranet entsteht dadurch, dass man auf den genannten Servern die TCP/IP-Protokollfamilie und entsprechende Software installiert, die prinzipiell die gleichen Funktionen wie bei Internet-Servern aufweist. So können die Arbeitsplatz-PCs mit ihren ohnehin im Rahmen des Betriebssystems (Windows, Linux, etc.) vorhandenen Standard-Hilfsmitteln wie Browsern die Dienste der Server einfach und bequem nutzen.

Die Eroberung des Privaten

Im Heimbereich sind LANs seit einigen Jahren ebenfalls auf dem Vormarsch. Denn sobald man z.B. an einen DSL-Anschluss eines Service-Providers mehr als ein Endgerät anschließt, wird ein internes LAN nötig. Der Benutzer merkt davon in vielen Fällen jedoch nichts, weil hier sehr oft drahtloseWireless LANs benutzt werden, die nicht an Kabel gebunden sind und sich sogar selbst organisieren können. Im Heimbereich sind LANs neben den PC-basierten Funktionen wie Internet-Zugriff zudem Träger von Multimedia- und Unterhaltungsanwendungen.

LANs gibt es mittlerweile seit rund 30 Jahren. Kein Wunder also, dass vielfältige Systeme in unterschiedlichen Leistungsstufen entstanden sind. Wir beschränken uns hier allerdings nur auf diejenigen Systeme, die heute in Unternehmen und Organisationen in hohem Maße eingesetzt werden.

Auch bei LANs hat die rasante Entwicklung des letzten Jahrzehnts eine Reihe von Arten (und Abarten) hervorgebracht, mit denen sich der Einsteiger auseinandersetzen muss. Denn vieles von dem, was heute längst nicht mehr zur aktuellen Technologie zählt, lebt in zahlreichen Unternehmen und Organisationen heute noch munter weiter.

weiter mit: proprietär und monolithisch vs. standardisiert und modular

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