Always-On Business braucht das Turbo-Backup mit Disk Mangelnde Systemverfügbarkeit ist an fünf Signalen erkennbar

Autor / Redakteur: Hella Schmidt / Rainer Graefen

Die Enterprise Strategy Group hat diverse Programme für Datensicherungen unter die Lupe genommen und nach fünf Kriterien begutachtet. Hier eine Zusammenfassung der Analysten-Erkenntnisse.

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(Veeam)

Die Geschäftswelt von heute hat sich grundlegend gewandelt. Kunden, Partner, Lieferanten und Mitarbeiter arbeiten zunehmend zeitlich flexibel und ortsunabhängig und haben hohe Erwartungen an Verlässlichkeit und Verfügbarkeit von Anwendungen und Daten.

Die Folge: Unternehmen und ihre IT-Systeme müssen „always-on“ und „always-available“ sein und die entsprechende Systemverfügbarkeit sicherstellen - auch wenn es trotz Vorkehrungen doch einmal zu einem Systemausfall kommt.

Bisher ist eine garantierte Verfügbarkeit nur wenigen geschäftskritischen Anwendungen und Systemen vorbehalten. Die restlichen Systeme werden nach wie vor mit Legacy-Backup-Lösungen gesichert und stehen deshalb nach einem Ausfall erst nach Stunden oder sogar Tagen wieder zur Verfügung – ein Fakt, der so für die wenigsten Unternehmen hinnehmbar, aber überwiegend noch Realität ist.

Verlust und Rettung

Dabei ist ein RTPO (Recovery Time und Point Objective) von mehr als 15 Minuten heute kaum mehr tragbar. In der schnelllebigen Geschäftswelt von heute muss das Ziel lauten: Alle Daten und Systeme sind jederzeit gesichert und binnen Minuten wieder verfügbar. Das gilt natürlich auch für die Sicherung und Verfügbarkeit von virtualisierten Umgebungen, die heute in den meisten Unternehmen bereits fester Bestandteil der Systemlandschaft sind.

Hochverfügbarkeit durch bessere Sicherung

Nach einer branchenübergreifenden Studie zu den Herausforderungen der Datensicherung virtualisierter Umgebungen stehen die Verbesserung von Backup und Recovery und die Erweiterung der Server-Virtualisierung für Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitern ganz oben auf der Agenda. Die Enterprise Strategy Group (ESG), die die Studie durchgeführt hat, verglich die Ergebnisse mit den Antworten von knapp 800 Veeam-Kunden. Bei den Veeam-Anwendern kristallisierten sich fünf Faktoren heraus, die Unternehmen dazu bewegten, eine Virtualisierungs-spezifische Datensicherung einzuführen.

Five Factor Strategy

Zufriedenheit der Anwender: Zahlreiche ganzheitliche Legacy-Lösungen für Datensicherung, die aktuell in Unternehmen eingesetzt werden, können keine umfassende Virtualisierungssicherung garantieren. Entsprechend gaben 44 Prozent der befragten Unternehmen an, eine komplett neue umfassende Backup-Lösung einführen zu wollen.

83 Prozent der befragten Veeam-Anwender sind laut der Studie zufriedener als mit ihrer vorherigen Datensicherungslösung, was an der gewährleisteten Systemverfügbarkeit liegt.

Wiederherstellungsgeschwindigkeit: Unabhängig von der Unternehmensgröße ist die Systemverfügbarkeit der Maßstab einer effizienten IT.

Dabei basiert die Verfügbarkeit entscheidend darauf, wie schnell Daten und Systeme im Zweifelsfall wieder hergestellt werden können: 83 Prozent der geschäftskritischen Anwendungen haben eine Ausfallzeitentoleranz von drei Stunden oder weniger, bei 16 Prozent beträgt sie unter einer Stunde.

Selbst für Anwendungen, die nicht geschäftskritisch sind, liegt dieser Wert noch bei 62 Prozent. D

Die befragten Veeam-Anwender gaben an, ihre virtualisierten Systeme durchschnittlich in einer Stunde oder weniger wiederherstellen zu können.

Wie hoch ist der Schutz: Maximale Zeiten für Wiederanlauf von Systemen, Sicherung und Wiederherstellung von Daten (RPO und RTO) sind heute integraler Bestandteil von Service Level Agreements (SLAs). Sämtliche Daten müssen in kurzen Abständen gesichert werden.

Den RPO zu erreichen hängt jedoch nicht nur von zuverlässiger Backup-Software ab, sondern auch von der Schnelligkeit der relevanten Speicher- Arrays, der Bandbreite von Netzwerkleitungen und darüber hinaus von der Reaktionsgeschwindigkeit des Administrators.

Eine hochverfügbare Infrastruktur wird durch sehr schnelle Wiederherstellungsfähigkeit (RTO) garantiert – den maßgeblichen Einfluss darauf hat die verwendete Software.

Fehlende Transparenz: Die Vorteile von virtualisierten Systemen wie verbesserte Agilität und die bessere Nutzung von Ressourcen liegen auf der Hand. Zwar vereinfachen diese den Schutz von Daten auf der einen Seite, machen ihn gleichzeitig aber auch herausfordernder, weil eine „Abstraktionsebene“ dazu kommt: virtualisierte Systeme sind nicht „greifbar“.

Entsprechend beklagen Verantwortliche oftmals fehlende Transparenz über die Datensicherung an. Lösungen müssen also Funktionen und Werkzeuge für Monitoring und Verwaltung bieten, sodass jeder Anwender einfach und schnell einsehen kann, wie es um den Schutz der Daten bestellt ist.

Erfolgsrate von Datensicherung- und Wiederherstellung: Laut der Studien liegen die Erfolgsraten für Backup-Jobs bei 86 Prozent, die für Recovery-Jobs bei 82 Prozent.

Was auf den ersten Blick hoch erscheint, heißt aber nichts anderes, als dass eins von sieben Backups und einer von fünf Recovery-Jobs scheitert bzw. dass RTO und RPO, die im SLA festgelegt sind, nicht erfüllt werden.

Bei Veeam-Anwendern liegen die Werte mit 95 bzw. 96 Prozent deutlich höher.

Fazit

Generell lässt sich sagen, dass im Bereich Verfügbarkeit nur ein Wert zählt – nämlich, in welcher Form Anwender auf Daten und Systeme zugreifen können – im besten Fall immer und das verlässlich.

Dabei hängt die Zusicherung von Verfügbarkeit entscheidend davon ab, ob Daten im Zweifelsfall schnell wiederhergestellt werden können.

Datensicherung und Datenverfügbarkeit sind also zwingend mitzudenken, wenn sich Unternehmen mit ihrer Systemlandschaft und deren Ausgestaltung bzw. Optimierung befassen.

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