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Schwacher Dollar und starke Nachfrage nach Networked Storage Markt für externe Festplatten-Speichersysteme boomt in Europa

| Redakteur: Nico Litzel

Der Markt für externe Festplatten-Speichersysteme hat im zweiten Quartal dieses Jahres in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) ungewöhnlich stark zugelegt. Laut den Marktforschern von IDC stieg das Gesamtvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20,3 Prozent auf 1,77 Milliarden US-Dollar. Gründe hierfür sehen die Analysten in der massiven Abwertung des US-Dollars sowie in einer starken Nachfrage nach Networked Storage durch mittelständische Unternehmen.

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Der Markt für externe Festplatten-Speichersysteme ist in der Region EMEA im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 20,3 Prozent gewachsen.
Der Markt für externe Festplatten-Speichersysteme ist in der Region EMEA im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 20,3 Prozent gewachsen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das zweite Quartal 2008 war mit einem Gesamtvolumen von 1,77 Milliarden US-Dollar das bis dato umsatzstärkste zweite Quartal in der EMEA-Region. Insgesamt haben die Hersteller von Anfang April bis Ende Juni 374 Petabytes Speicherkapazität ausgeliefert, 55 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

„Auch wenn man die Wechselkurse berücksichtigt, scheint es, als ob sich der Speichermarkt in der EMEA-Region einer globalen Wirtschaftsabkühlung widersetzen kann“, erläutert Eric Sheppard, Speicher-Analyst beim Marktforscher IDC. „Gründe hierfür sind einerseits mittelgroße Unternehmen, die mehr für Networked Storage ausgeben, und andererseits große Unternehmen mit ihren Disaster-Recovery- und Konsolidierungsprojekten. Das Wachstum wird ebenfalls von einem bislang eher schleppenden Wechsel von Festplattensystemen für neue Einsatzgebiete, wie Backup und Archivierung, angetrieben.“

Marktanteile in Westeuropa

Der Umsatz mit externen Festplatten-Speichersystemen konnte in Westeuropa im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 888 Millionen US-Dollar zulegen. Bei den Marktanteilen ist EMC mit einem Volumen von 165 Millionen US-Dollar auf Platz eins – gefolgt von HP (146 Millionen US-Dollar), IBM (120 Millionen), NetApp (83 Millionen) und Dell (75 Millionen US-Dollar).

Sun Microsystems konnte teilweise von einer engeren Kooperation mit Hitachi profitieren. Das Unternehmen hat einen Erlös in Höhe von 73 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus von 25 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2007.

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