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Nachfrage verschiebt sich von Highend-Systemen zu Lowend- und Midrange-Speichern Markt für Festplattenspeicher schrumpft laut IDC erstmals seit fünf Jahren

| Redakteur: Nico Litzel

Den Marktforschern von IDC zufolge hat sich der Markt für externe Festplattenspeichersysteme im vierten Quartal 2008 erstmals seit fünf Jahren rückläufig entwickelt. Käufer meiden Highend-Speicher und fragen stattdessen verstärkt Lowend- und Midrange-Systeme nach. Besonders hoch in der Käufergunst steht iSCSI.

Laut IDC wurden im vierten Quartal 2008 weltweit 7,3 Milliarden US-Dollar mit Disk-Speichersystemen umgesetzt – rund sechs Prozent weniger im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres.
Laut IDC wurden im vierten Quartal 2008 weltweit 7,3 Milliarden US-Dollar mit Disk-Speichersystemen umgesetzt – rund sechs Prozent weniger im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres.
( Archiv: Vogel Business Media )

Im vierten Quartal 2008 wurden laut IDC weltweit 5,3 Milliarden US-Dollar mit externen Festplattenspeichersystemen umgesetzt – 0,5 Prozent weniger im Jahresvergleich. Der Gesamtmarkt für Disk-Storage-Systeme belief sich im vierten Quartal 2008 auf 7,3 Milliarden US-Dollar, 5,9 Prozent weniger als im vierten Quartal des Vorjahres. Insgesamt, so IDC, haben die Hersteller von Oktober bis Dezember etwa 2.460 Petabytes an Speicherkapazität ausgeliefert. Das entspricht einem Plus von 27,3 Prozent.

„Das letzte Quartal 2008 war aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise kein leichtes für den Markt von Festplattenspeichersystemen, was zu einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal geführt hat“, erklärt Natalya Yezhkova von IDC. „Allerdings sind die einzelnen Marktsegmente unterschiedlich stark betroffen. Beispielsweise werden Highend-Storage-Systeme von einem Ausgabenstopp der Endanwender und längeren Kaufzyklen negativ beeinflusst. Einige Lowend- und Midrange-Segmente konnten jedoch zulegen, da Anwender ihre Suche nach Storage-Lösungen auf diese kostengünstigeren Bereiche ausgeweitet haben, um ihre wachsenden Speicheranforderungen zu befriedigen und gleichzeitig ihre Investitionen in die Speicherinfrastruktur zu optimieren.“

EMC hat im vierten Quartal 2008 den Markt für externe Festplattenspeichersysteme mit einem Marktanteil von 23,3 Prozent angeführt, gefolgt von IBM und HP mit 15,7 und 13 Prozent. Mit 9,3 Prozent liegt Dell laut IDC auf Platz vier. Den fünften Platz teilen sich Hitachi und NetApp mit einem Anteil von 7,8 respektive sieben Prozent.

Der Gesamtmarkt für Netzwerkspeicher

Für den Gesamtmarkt an Netzwerkspeichern (NAS und Open SAN) verzeichnen die IDC-Analysten ein Wachstum von 3,6 Prozent auf 4,1 Milliarden US-Dollar. Mit einem Marktanteil von 28,6 Prozent konnte EMC Platz eins im vierten Quartal verteidigen, gefolgt von IBM auf Platz zwei mit 14,5 Prozent Marktanteil.

Der Open-SAN-Markt hat im Jahresvergleich um 2,2 Prozent zugelegt. Auch hier führt EMC das Herstellerranking mit einem Anteil von 24,2 Prozent an, gefolgt von IBM mit 16,5 Prozent. Der NAS-Markt ist im Jahresvergleich um 8,6 Prozent gewachsen. Auch hier liegt EMC mit einem Marktanteil von 43,8 Prozent an der Spitze, gefolgt von NetApp mit 24,1 Prozent.

Umsatz mit iSCSI wächst rasant

Besonders hohe Zuwachsraten melden die Marktforscher bei iSCSI. Im Vergleich zum vierten Quartal 2007 sind die Umsätze mit IP-SAN-Lösungen um 61,6 Prozent gewachsen. Dell lag in diesem Bereich mit einem Marktanteil von 35,3 Prozent an der Spitze, gefolgt von EMC mit 16,8 Prozent.

„Obwohl Network Storage sein kontinuierliches Wachstum im vierten Quartal fortsetzen konnte, entwickelt sich Fibre-Channel-SAN mit einem Minus von 3,2 Prozent im Jahresvergleich rückläufig. Endanwender schauen sich nach wirtschaftlicheren Möglichkeiten um, um ihre wachsenden Storage-Bedarfe zu stillen, da momentan die IT-Budgets aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schrumpfen“, erläutert Liz Connor, Analystin bei Disk Storage System Tracker.

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