Womit sich Startups heute beschäftigen, Teil 21

Mehr Daten in Echtzeit für mehr Anwender nutzbar machen

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter* / Rainer Graefen

(Bild: Vexata)

Vexata will den Input-Output in Storage Fabrics beschleunigen und mehr Daten in Echtzeit für mehr Nutzer erreichbar machen. Vier Jahre hat die Company an ihrer „Active Data Architecture“ gearbeitet und neben dem Speicherbetriebssystem VX-OS auch die passende Hardware entwickelt.

„Die Zukunft bringt nicht nur mehr Daten sondern auch mehr Anwender und vor allem mehr Transaktionen“, prophezeit Zahid Hussain, CEO und Mitbegründer von Vexata. Hatte im Jahr 2010 jeder vernetzte User täglich durchschnittlich 85 Interaktionen, so waren es fünf Jahr später bereits 218. Das ergab eine von Seagate beauftragte IDC-Studie. Im Jahr 2020 soll jeder Vernetzte bereits 601 Interaktionen und im Jahr 2025 4785 Interaktionen pro Tag erledigen müssen. „Moderne Infrastrukturen müssen also nicht nur mehr aktive Anwender bedienen, sondern auch immer mehr Echtzeitantworten ermöglichen und Zugriff auf aktuelle und historischen Daten bieten“, argumentiert Hussain.

Gegründet wurde Vexata bereits im Jahr 2013. Gute drei Jahre haben Hussain und sein Team an der Entwicklung gearbeitet, bevor sich die Company an die Öffentlichkeit wagte. Hussain kommt, ebenso wie CTO und Mitgründer Surya Varanasi von EMC. Zusammen haben sie 70 Patente angemeldet. Venture Capital Geber – unter anderem Intel Capital und Lightspeed – haben bislang 54 Millionen Dollar in das Unternehmen in San Jose investiert.

Das Flash-Potenzial besser nutzen

„Bislang ist das ganze Potenzial von Flash-Speichern nicht ausgenutzt“, behauptet Hussain. Denn die Flash-Hersteller hätten sich nur darauf konzentriert, die Speicherung von Legacy-Daten im Vergleich zu Harddisk-Arrays zu verbessern. Auf den Datendurchsatz wurde dabei nicht geachtet. „Das hat zur Folge, dass die neuen Speichermedien nicht richtig ausgenutzt werden, wenn der Speicher-Stack dafür nicht optimal entworfen wurde.“

Man habe in der Vergangenheit ziemlich viel Aufwand betrieben, um die Latenzzeiten von Server und Netzwerk zu minimieren. „Soll ein Host-Rechner aber einen Input / Output ausführen, dann kämpfen traditionelle Stacks mit einer Latenzzeit im Bereich von Millisekunden – bei uns dauert das nur Mikrosekunden“, erklärt der CEO.

Um das zu erreichen hat das Vexata-Team den Speicher-Stack für das eigene Betriebssystem VX-OS neu geschrieben und dabei versucht, die Latenzzeiten der Software auf ein absolutes Minimum zu drücken. Für die eigene Hardware – die Produktreihe „VX-100“ – wurden FPGAs entworfen, die den Prozessor entlasten, etwa beim I/O-Scheduling. Damit Durchsatz und Latenzzeiten weiter optimiert werden, nutzt Vexata das Ethernet, über das die Hauptcontroller und Speicher-Blades verbunden sind.

Das Schöne an der neuen Architektur ist, dass die bestehende IT-Umgebung nicht verändert werden muss. „Unser System funktioniert auch mit bestehenden Applikationen einfach durch plug & play“, wirbt Hussain. Bislang hat sich offiziell etwa AOL/Oath für Vexata entschieden und vertraut ihr das globale Content Management an und spart damit 40 Prozent der Kosten im Vergleich zu einer herkömmlichen Lösung. Ein nicht genanntes Finanzunternehmen freut sich darüber, „fünf bis zehnmal so schnell arbeiten zu können“. In diesem Jahr will Vexata die „VX-Cloud“ präsentieren. Man darf gespannt sein.

* *Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Systemischer Coach (SE) in München.

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