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Expansion nach Japan und Taiwan Micron übernimmt Elpida

Redakteur: Nico Litzel

Der auf DRAM sowie NAND- und NOR-Flash-Speicher spezialisierte US-Hersteller Micron Technology übernimmt seinen in den vergangenen Monaten ins Trudeln geratenen japanischen Konkurrenten Elpida Memory für umgerechnet knapp zwei Milliarden Euro.

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Einigung: Micron übernimmt den japanischen Konkurrenten Elpida für umgerechnet 200 Milliarden Euro. Zugleich erhält das Unternehmen die Mehrheit am taiwanischen DRAM-Hersteller Rexchip Electronics Corporation.
Einigung: Micron übernimmt den japanischen Konkurrenten Elpida für umgerechnet 200 Milliarden Euro. Zugleich erhält das Unternehmen die Mehrheit am taiwanischen DRAM-Hersteller Rexchip Electronics Corporation.

Elpida, weltweit drittgrößter Hersteller von DRAM-Bausteinen und -Modulen, hat einen Käufer: Micron übernimmt für 60 Milliarden Yen (rund 600 Millionen Euro) in bar 100 Prozent der Elpida-Aktien. Weitere 140 Milliarden Yen (rund 1,4 Milliarden Euro) sollen bis 2019 in Form von jährlichen Zahlungen Elpida beziehungsweise den Gläubigern des Unternehmens zufließen.

Mit der Übernahme von Elpida erhält Micron neben einer 300-Millimeter-DRAM-Produktionsanlage im japanischen Hiroshima auch eine Testeinrichtung und ein Montagewerk in Akita, Japan. Elpida hält darüber hinaus 65 Prozent an der taiwanischen Rexchip Electronics Corporation, die über eine 300-Millimeter-DRAM-Produktionsanlage in Taiwan verfügt.

Zugleich hat Micron eine Vereinbarung mit dem Taiwanischen Unternehmen Powerchip Technology Corporation und dessen Töchterunternehmen geschlossen: Micron wird für umgerechnet 267 Millionen Euro Powerchips Anteil in Höhe von 24 Prozent an der Rexchip Electronics Corporation übernehmen. Zusammen mit den Anteilen in Höhe von 65 Prozent von Elpida wird Micron dann 89 Prozent der Anteile von Rexchip kontrollieren.

50 Prozent mehr Fertigungskapazität

Nach Angaben von Micron können in den Werken von Elpida und Rexchip pro Monat insgesamt 200.000 Wafer produziert werden. Micron wird dadurch seine Fertigungskapazität um etwa 50 Prozent ausbauen können.

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