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Machine Learning optimiert IDS Microsoft bietet wieder eigene Cybersecurity-Suite an

| Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Nico Litzel

Das ab dem 10. August verfügbare Produkt „Microsoft Advanced Threat Analytics“ (ATA) geht größtenteils aus der Ende vergangenen Jahres vollzogenen Übernahme des israelischen Cloud-Security-Spezialisten Aorato hervor. Mit der lokal installierbaren Software sollen sich Unternehmen besser vor Cyberangriffen schützen können.

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Microsoft bringt rechtzeitig vor dem Support-Ende der eingstellten Forefront Suite 2010 an August wieder eine eigene On-Premise installierbare Sicherheitslösung auf den Markt.
Microsoft bringt rechtzeitig vor dem Support-Ende der eingstellten Forefront Suite 2010 an August wieder eine eigene On-Premise installierbare Sicherheitslösung auf den Markt.
(Bild: Microsoft)

Passend zum Start von Windows 10 und gerade noch rechtzeitig vor dem im Dezember auslaufenden Support für die inzwischen eingestellte Forefront Protection Suite 2010 bietet Microsoft ab nächste Woche wieder eine eigene On-Premise installierbare Sicherheitslösung an.

Microsofts Advanced Threat Analytics (ATA) dient allgemein dem Erkennen von verdächtigen Aktionen im Netzwerk, egal ob diese von Viren, Trojanern, Botnetzen oder Hackern durchgeführt werden.

ATA basiert auf Technologien von Aorato. Das IDS ist in der Lage, ...

  • 1. … mithilfe von Machine Learning das Nutzerverhalten zu analysieren, bzw. zu klassifizieren, was als „normal und was als „Anomalie“ zu werten ist, um ggf. Alarm auslösen zu können.
  • 2. Zusätzlich arbeitet ATA mit einer rollenbasierten Analyse, um „moderne“ Angriffsformen in Echtzeit erkennen zu können. Dazu zählen Angriffsmuster wie Pass-the-Ticket, Pass-the-Hash, Overpass-the-Hash, Forged PAC (MS14-068), Remote execution, Golden Ticket, Skeleton Key Malware, Reconnaissance und Brute Force Attacken.
  • 3. ATA kennt außerdem zahlreiche bekannte Konfigurationsfehler und warnt, wenn es einen Solchen identifizieren und als Sicherheitsrisiko klassifizieren kann.

ATA intern

Die Arbeitsweise vermittelt ein Blog-Eintrag im TechNet.

Microsoft ATA zeigt Security-Events in Form einer Zeitleiste im Social-Media-Design
Microsoft ATA zeigt Security-Events in Form einer Zeitleiste im Social-Media-Design
(Bild: Microsoft)

Demnach bezieht ATA die benötigten Informationen wahlweise aus Windows-Events (per Windows Event Forwarding – WEF), aus dem Active Directory (ADDS) oder aus einem vorhandenen Security Information and Event Management (SIEM).

Daher empfiehlt sich die Software mit ihrem Fokus auf das Überwachen von Benutzeranmeldedaten auch vorrangig für den Einsatz auf Active Directory-Domänencontrollern. Zudem sollen sich mit ATA aber auch Zugriffe auf Microsoft Azure oder Office 365 überwachen lassen. Sicherheitsrelevante Events erscheinen dann in ATA in einer Art Zeitleiste im Social-Media-typischen Bauhaus-Design.

Weitere Details demonstriert Microsoft in diesem Video.

Microsoft bietet ATA sowohl einzeln als auch als Komponente der Enterprise Mobility Suite (EMS) sowie der Enterprise Client Access License (ECAL) an. Die Preise lassen sich der Produktseite entnehmen, auf der auch eine Trial-Version downloadbar ist.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist