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Als Inhouse-Lösung oder als Cloud Service nutzbar Microsoft Exchange Server 2010

Redakteur: Daniel Feldmaier

Exchange 2010 soll in erster Linie Administrations- und Speicher-Kosten senken. Die Unternehmenskommunikation wird geschützt und E-Mails automatisch archiviert.

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Noch in diesem Jahr erscheint die finale Version von Exchange Server 2010.
Noch in diesem Jahr erscheint die finale Version von Exchange Server 2010.
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit 1996 ist Microsoft Exchange auf dem Markt. Mittlerweile hat Microsoft die 14. Version als Beta vorgestellt, die erstmals standardmäßig eine E-Mail-Archivierung enthält. Sie ist die erste Server-Software von Microsoft, die von Grund auf entwickelt wurde, um sowohl als Inhouse-Lösung als auch als externer Online-Service implementiert zu werden. Flexible Installations- und Verwaltungsfunktionen in Exchange Server 2010 sollen Kosten sparen.

Die Software lässt sich als Online Service direkt von Microsoft oder von Partnern des Herstellers beziehen. Aber auch festinstalliert (inhouse) auf eigenen Servern soll die Lösung für eine hohe Verfügbarkeit der Kommunikation und eine einfache System-Wiederherstellung im Falle eines Ausfalls sorgen.

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Eine weitere neue Funktion zielt auf die Verbesserung der Leistungsfähigkeit günstiger Direct-Attached-Storage-Lösungen ab, wodurch Unternehmen bis zu 85 Prozent der Speicherkosten einsparen können.

Automatische E-Mail-Compliance

Ein derzeit wieder brandaktuelles Thema ist der Schutz von Informationen und die Einhaltung von E-Mail-Archiv-Richtlinien. Eine eingebaute E-Mail-Archivierung erleichtert die Speicherung und das Wiederauffinden von E-Mails und stärkt dabei die Compliance des Unternehmens.

Weitere neue Funktionen von Exchange 2010:

  • „MailTips“ warnen Anwender zukünftig vor dem Versenden einer Mail an große Verteiler sowie an Empfänger, die außerhalb des Büros oder des Unternehmens sind, um unnötige E-Mails zu vermeiden und die Informationssicherheit zu erhöhen.
  • „Voice Mail Preview“ zeigt eine Vorschau von Voice-Mails direkt in Outlook an.
  • „Ignore Conversation“ ermöglicht es Nutzern, sich von unerwünschten E-Mail-Unterhaltungen herunterzunehmen, die durch unüberlegte Betätigung von „Allen antworten“ entstehen.
  • „Conversation View“ fasst verwandte Mails zusammen, um den Posteingang übersichtlicher zu gestalten.
  • „Call Answering Rules“ erzeugt individuelle Rufweiterleitungsmenüs mit Exchange Voice-Mail.
  • „Consistent Experience“ vereinheitlicht die Bedienung von Outlook auf PC, Handy oder Browser durch Erweiterungen in Outlook Mobile und Outlook Web Access.

Ausblick

Neben Exchange Server 2010 umfasst die nächste Generation Microsoft Office-verwandter Produkte Office 2010 selbst, sowie SharePoint Server 2010, Visio 2010 und Project 2010. Die Anwendungen wurden so optimiert, dass Nutzer auf verschiedenen Geräten und ortsunabhängig Dokumente erstellen und bearbeiten können. Zudem erhalten Entwickler eine erweiterte Plattform zur Erstellung von Anwendungen. Auch die Liefer- und Lizenzierungsmodelle wurden angepasst.

Die Beta-Version von Microsoft Exchange 2010 lässt sich hier herunterladen und testen. Die finale Version wird in der zweiten Jahreshälfte 2009 gelauncht werden.

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