Umfrage zu Updates und Migrationen

Migrationen bedrohen Datenbestände

| Autor / Redakteur: Matthias Semlinger / Rainer Graefen

Datenspezialist Kroll Ontrack führte eine Befragung unter 572 IT-Administratoren durch.
Datenspezialist Kroll Ontrack führte eine Befragung unter 572 IT-Administratoren durch. (Kroll Ontrack)

Der Datenretter Kroll Ontrack gibt die Ergebnisse einer von ihm durchgeführten Umfrage bekannt. 32 Prozent der Teilnehmer verloren demnach Daten bei Migrationen oder Betriebssystem-Updates.

An der Befragung nahmen 572 IT-Administratoren weltweit teil. 57 Prozent der Befragten hatten zwar eine Backup-Lösung parat. Dennoch konnten 75 Prozent nicht alle, 23 Prozent der Befragten sogar überhaupt keine Daten retten. Teilnehmer, die ein Backup nutzten, gaben an, dass dieses nicht aktuell war (17 Prozent) oder zum Zeitpunkt des Datenverlustes nicht korrekt arbeitete (15 Prozent). 14 Prozent sagten, dass das betreffende Gerät nicht in das Backup einbezogen war, elf Prozent, dass das Backup-Medium defekt war.

Gründe für Datenverluste

Weiter gaben 50 Prozent der Befragten an, Daten auf ihrem Desktop oder Laptop bei der Migration auf neue Software oder Plattformen verloren zu haben. Am riskantesten waren dabei Betriebssystem-Upgrades (39 Prozent), Image-Rückübertragungen (22 Prozent), physische Hardware-Migration (20 Prozent) und Hardware-Upgrades (17 Prozent). Datenverluste scheinen für Mobilnutzer weniger problematisch zu sein, dennoch ist immer noch ein Drittel (34 Prozent) betroffen.

Die Lage in Deutschland

Von den deutschen Teilnehmern gaben 35 Prozent an, dass sie bei der Migration auf neue Software oder Plattformen schon einmal einen Datenverlust von einem Server erlebt haben, 36 Prozent räumten Datenverluste bei der Migration von Mobilgeräten (Smartphones, Tablets) ein. Geht es um die Migration von Desktops oder Laptops auf neue Software oder Hardware, steigt die Zahl auf 52 Prozent. Die meisten Befragten hatten bei dem Datenverlust zwar ein Backup-System im Einsatz. Bei 18 Prozent funktionierte dies aber nicht korrekt oder das Backup war nicht aktuell genug (16 Prozent). 13 Prozent gaben zudem an, dass das fragliche Gerät nicht Teil des Backup-Verfahrens war, bei elf Prozent war das Backup-Medium defekt.

Globale Perspektive auf zukünftige Risiken

Nach den größten Risiken in den kommenden zwölf Monaten befragt, erregten die Themen Migration und System-Upgrades dennoch wenig Besorgnis bei den Befragten. Als wichtiger wurden Hardware-Ausfall (22 Prozent), Nutzerfehler (22 Prozent) und unvorhergesehene Fehler (21 Prozent) eingestuft. Nur elf Prozent schätzten mangelhafte Kontrollen und fehlende Datenrichtlinien als Top-Risiken ein – obwohl unklare Richtlinien und schlecht definierte Backup-Protokolle zu menschlichen Fehlern und Datenverlusten führen können.

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