CPP-GMR erhöht die Datendichte auf ein Terabit pro Quadratzoll

Mini-Lesekopf soll Festplatten mit vier Terabyte ermöglichen

16.10.2007 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

Hitachi schrumpft die Leseköpfe von Festplatten auf 50 Nanometer.
Hitachi schrumpft die Leseköpfe von Festplatten auf 50 Nanometer.

Der japanische Elektronikkonzern Hitachi hat eine neue Technik, genannt CPP-GMR, für Festplattenleseköpfe entwickelt. Diese wird dazu beitragen, die maximale Speicherkapazität auf Desktop-Festplatten deutlich auf bis zu vier Terabyte zu steigern.

Die Miniaturisierung der Leseköpfe ist der nächste Schritt in der Weiterentwicklung von Festplatten, nachdem Perpendicular Magnetic Recording branchenweit eingeführt wurde. Bei der Neuentwicklung von Hitachi handele es sich um eine neue Generation von Leseköpfen, deren Größe um den Faktor zwei reduziert werden konnte, erklärt Uwe Kemmer, Sprecher von Hitachi Global Storage.

„Durch die neue Technik wird es möglich, feinere Datenstrukturen auszulesen. Die Leseköpfe sind nur 30 bis 50 Nanometer breit. Dadurch kann eine höhere Datendichte auf der Festplatte realisiert werden“, so Kemmer. Die zweite wichtige Neuerung sei eine Verringerung des Signal/Rauschverhältnisses.

Die Weiterentwicklung wird von Hitachi als CPP-GMR-Lesekopf (Current Perpendicular-to-the-Plane Giant Magnetoresisive). Diese Leseköpfe reagieren empfindlicher als herkömmliche und können dadurch Magnetfelder korrekt auslesen, die durch die zunehmende Miniaturisierung von Festplatten immer schwächer werden. Grundlage dieser Weiterentwicklung ist der GMR-Effekt (Giant Magnetoresistance), für dessen Entdeckung im Jahr 1988 der deutsche Physiker Peter Grünberg zusammen mit seinem französischen Kollegen Albert Fert am 10. Dezember den Nobelpreis für Physik erhalten wird.

Die maximal mögliche Speicherdichte wird mit der neuen CPP-GMR-Technik theoretisch verdoppelt. Bisher werden bei Festplatten mit Perpendicular-Recording-Technik bis zu 500 Gigabit pro Quadratzoll erreicht – mit den neuen Leseköpfen sind Magnetscheiben mit einem Terabit pro Quadratzoll Speicherdichte möglich.

Ab 2009 will Hitachi die ersten Leseköpfe mit einer Größe von 50 Nanometern ausliefern. Bis 2011 will man schließlich eine weitere Verkleinerung auf 30 Nanometer erreichen und damit das volle Potenzial der Technik ausschöpfen.

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