Kommentar von Dan Leary über die kontraproduktive Debatte über Flash oder Festplatte

Mit dem richtigen Hybrid Storage kann man schnell und viel speichern

| Autor / Redakteur: Dan Leary, VP Worldwide Marketing bei Nimble Storage / Rainer Graefen

Dan Leary, Vice President of Worldwide Marketing bei Nimble Storage
Dan Leary, Vice President of Worldwide Marketing bei Nimble Storage (Nimble Storage)

Der Markt für Unternehmensdatenspeicher durchläuft gerade einen Wandel, wie er einmal in zehn Jahren vorkommt. Die neuen Pfeiler einer modernen Speicherwelt sind weder Flash noch Festplatte, sondern die richtige Architektur, die das Beste der beiden Speichermedien vereint.

Die Vision, die auch zur Gründung von Nimble Storage Anfang 2008 geführt hat, war, dass Lösungen auf der Basis einer neuen Generation moderner Flash-Architekturen innerhalb der nächste zehn Jahre die millionenschweren Produktlinien ersetzen würden, die den Großteil des Speichermarktes ausmachten.

Im Rückblick bestätigt sich diese Voraussage – mehr noch, auch heute hat sie Bestand.

Hybrid-System ja, aber ...

In den vergangenen sechs Jahren gab es noch weitere Trends im Markt für Unternehmensdatenspeicherung. Trotz alternativer Ansätze wie Converged oder Cloud Storage hat die Flash-Technik einen unbestreitbaren Einfluss auf den Markt, da praktisch alle etablierten Speicheranbieter Flash in ihre alten, festplattenbasierten Plattformen einführten. Die daraus hervorgegangenen hybriden Speicherlösungen wurden zum Marktstandard.

In der Zwischenzeit hat eine Reihe von Startups und etablierten Unternehmen eine neue Generation von Flash-Only-Arrays entwickelt bzw. zugekauft. Nun aber sind Flash-Speicherprodukte zum Standard geworden. Investierten die IT-Abteilungen Zeit in die Bewertung des jeweiligen Nutzens der unterschiedlichen Produkt- und Technologieansätze. Hierbei wird deutlich, dass sich das Thema „Flash vs. Disk“ im Laufe der Zeit verlagert hat.

Mit Flash oder nur Flash

Zum einen wird Kunden sehr schnell klar, dass Produkte, für die man ein Flash-Tier auf ein 20 Jahre altes festplattenbasiertes Speichersystem schraubt, keine Leistung und Kapazität ohne erhebliche Kompromittierung liefern können. Zweitens haben Flash-Only-Arrays für große Aufmerksamkeit gesorgt, da sie höhere Leistung zu bieten schienen.

Aber trotz aller Bemühungen, Datenmengen zu reduzieren, sind diese Produkte zu teuer und zu unpraktisch für die Mehrheit der Mainstream-Anwendungen, die eine flexible Mischung aus Leistung und Kapazität erfordern. IT-Unternehmen leiden zunehmend unter Budget- und Personalrestriktionen und die Einführung eines neuen Speichersilos für Workloads mit hoher Leistung und niedriger Kapazität führen zu neuen Kosten und neuer Komplexität.

Für den Hybrid-Markt kündigte beispielsweise EMC Anfang Mai die neueste Generation ihrer VNXe-Einsteigerplattform an – die VNXe 3200. Sie bietet schnellere Prozessoren, mehr Speicher und den VNX2-Software-Stack, der letztes Jahr eingeführt wurde, um die Umsatzvorgaben der vorherigen Generation zu verbessern.

Kernprobleme alter Architekturen

Diese Version, wie auch die VNX2 die im letzten Jahr auf den Markt kam, bleibt in ihrem Kern eine hardwaregebundene Architektur, die nur eine schrittweise bessere Nutzung von Flash bietet. Ein Beispiel hierfür ist der „glacial tiering process“, mit dem Flash sozusagen in die Hardware integriert wird.

Fundamentale Verbesserungen bleiben damit leider außer Reichweite weil das neue VNXe, wie die gesamte VNX-Produktlinie, von dem zugrundeliegenden, mehr als 20 Jahre alten festplattenbasierten System in seinem Kern behindert wird.

Im Gegensatz dazu setzt Nimbles CASL-Architektur Multi-Core-Prozessoren sowie ein neues Daten-Layout ein, das zufälliges Schreiben in sequentielles Schreiben umwandelt. Dies macht den Einsatz von dichten, preiswerten 7200 RPM-Festplatten möglich. Sie arbeiten durchgängig mit SSD-Geschwindigkeit und eliminieren so die Abhängigkeit der Leistung von Festplattenspindeln. Zudem ist der SSD-Lese-Cache von CASL um einiges effizienter und reaktionsfreudiger als Tiered Flash.

Kosten des Gesamtpakets beachten

Daher benötigt Nimble im Vergleich typischerweise nur ein Drittel bis ein Fünftel der Hardware bei gleicher oder besserer Leistung und Kapazität. Zieht man zusätzlich noch die hohe Effizienz der Snapshots und Replikation hinzu, sowie die Fähigkeit, Leistung und Kapazität unabhängig und ohne Unterbrechung zu skalieren,Kostenstruktu erklärt dies Nimbles positive Entwicklung auf dem Storage-Markt in den letzten sechs Jahren.

Für den Enterprise-Markt führte EMC im November 2013 seine Flash-only Xtremio-Produkte ein. Kunden verspricht man vorhersagbare Latenz und Hunderttausende von IOPS in einem Scale-out-Cluster. Dies ist aber nicht nur – wie andere Flash-Only-Angebote auch – zu teuer, es fehlen auch die Möglichkeiten zur Skalierung der Kapazität sowie wichtige Datenschutzfunktionen, wie Snapshots und Replikation, die für den Mainstream-Markt erforderlich sind.

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