Anti-Ransom, Pro Data - Teil 2

Mit Samsungs T5 unsere SoHo-Hardware ausreizen

| Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

Die portable SSD TS von Samsung zeigt, wohin größenmäßig die Reise bei zuverlässiger Speicher-Hardware geht. Das iPhone ist mehr als doppelt so groß.
Die portable SSD TS von Samsung zeigt, wohin größenmäßig die Reise bei zuverlässiger Speicher-Hardware geht. Das iPhone ist mehr als doppelt so groß. (Bild: Rainer Graefen)

Wie lange dauert es 300 GByte Daten von hier nach woanders zu transportieren? Ein Praxistest zeigt, dass Anwender nicht damit rechnen können, dass die schnellste Komponente den Zeitaufwand bestimmt.

Netterweise hat uns Samsung zur Produktvorstellung der PSSD T5 ein Testexemplar zur Verfügung gestellt. Wir haben dies für unsere Backup-Serie "Eine Zukunft für die SoHo-Daten schaffen" genutzt, um die technische Leistungsfähigkeit der von uns eingesetzten Infrastruktur zu testen.

Zum Einsatz kommen ein in diesem Jahr gekauftes Asus Notebook F541S mit 1 TByte HDD mit integrierter USB 3.0 und USB 2.0 Schnittstelle. Weitere Testkandidaten aus unserem SoHo-Umfeld war ein PC mit Intel Motherboard DP55KG (Markteinführung Q3/2009) mit einer Intel SSD730 mit 480 GByte Kapazität und einem externen per USB 3.0 angeschlossenen Drobo S mit 3 Festplatten WD 10 Ears mit 64 MByte Cache und insgesamt 3 TByte Kapazität.

Schwierige Dateninterpretation

Wir haben das T5 beim PC an eine USB-2-0-Schnittstelle angeschlossen und beim Notebook getestet wie sich der Datentransfer beim Anschluss an USB 2.0 und USB 3.0 unterscheidet. Aus unseren Datenbeständen haben wir drei Ordner erstellt:

  • Ordner 1 enthält 1766 Dateien mit unterschiedlichsten Dateigrößen von 0 Byte bis 40 MByte, die zusammen 500 MByte belegen
  • Ordner 2 ist eine 750 MByte große DBX-Datei und
  • Ordner 3 enthält 1569 JPEG-Bilder von 2 bis 2,5 MByte Größe, die zusammen ein Speicherkapazität von etwa 3 GByte gelegen.

Sinn und Zweck dieser Übung war es überschlägig den Zeitbedarf für den Transfer von etwa 300 GByte Daten zu extrapolieren, falls wir uns entschließen sollten eine tägliche Vollsicherung unserer SoHo-Daten durchzuführen. Angesichts unserer leicht angestaubten Technik, geht es nicht darum das T5 auf die von Samsung angegebenen Höchstwerte zu verifzieren, sondern darum die Transportgeschwindigkeit zu messen, wenn als Quelle oder Ziel ein technisch leistungsfähiges Gerät wie das T5 dient

Unsere kleine Tabelle fasst das Ergebnis von einem halbstündigen Test zusammen:

Win7-PC, Notebook und Drobo als Gegenspieler für Samsungs T5. Hinter 1) verbirgt sich eine USB 2.0, hinter 2) eine USB 3.0 Schnittstelle. Auch das Drobo S schlägt sich trotz Festplatten aber mit USB 3.0 Schnittstelle nicht schlecht beim Datentransfer.
Win7-PC, Notebook und Drobo als Gegenspieler für Samsungs T5. Hinter 1) verbirgt sich eine USB 2.0, hinter 2) eine USB 3.0 Schnittstelle. Auch das Drobo S schlägt sich trotz Festplatten aber mit USB 3.0 Schnittstelle nicht schlecht beim Datentransfer. (Bild: Walter Schadhauser)

  • 500 MByte kleinste, kleine und große Dateien zu übertragen, beansprucht die meiste Zeit. Pro GByte Daten ist mit einer Zeitspanne von ca. 2 bis fast 5 Minuten zu rechnen. Müsste man 300 GByte solcher Daten kopieren, wäre der Rechner im schlimmsten Fall insofern 25 Stunden beschäftigt.
  • Hätte man es nur mit Datenbank-Dateien wie in Zeile 2 zu tun, dann sieht die Sache schon entspannter aus. Die Zeitspanne reicht von 7 Sekunden bis knapp 40 Sekunden. Im besten Fall wäre eine Datenbank von 300 GByte, rein rechnerisch, in knapp einer dreiviertel Stunde kopiert.
  • Für unseren reinen Bilderordner ergeben sich Transferzeiten zwischen ein wenig mehr als 3 Stunden und knapp 6 Stunden.

Von der technischen Seite her betrachtet, zeigt sich deutlich, dass USB 3.0 zwar eine deutliche Verkürzung der Transferzeiten bewirkt. Eine Reduzierung der Zeitspanne auf ein Zehntel, wie es der Vergleich der beiden Schnittstellentypen mit einer Datenrate von theoretisch 60 MByte (USB 2.0) und 625 MByte (USB 3.0) nahelegt, kann allerdings nicht nachgewiesen werden. Hier dürfte die "Langsamkeit" des Windows-10-Dateisystem eine gewichtige Rolle spielen.

Das Ergebnis dieses kleinen Tests zeigt, dass moderne Hardware das Backup beschleunigt. Doch letztendlich muss man mit der jeweils installierten Hardware leben. Wir in unserem SoHo werden unsere notwendige technische Aufrüstung zum Anlass nehmen wieder den Zeitaufwand zu begutachten und zu dokumentieren. Im nächsten Artikel soll es jedoch erst einmal um die Wahl der Backup-Software gehen.

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