All-Flash Performance zum halben Preis Mit Software will Atlantis Computing den Speicher effizienter nutzen

Autor / Redakteur: Ulrike Ostler / Rainer Graefen

Wer schon von Atlantis Computing gehört hat, findet es zumindest interessant, was der Hersteller mit „ILO“ und „USX“ anbietet. Mit dem Release 2 der Plattform für Unified Storage (USX) stellt der Hersteller eine Software vor, die All-Flash-Performance anbietet, allerdings zu den halben Kosten eines Hardwaresystems.

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Mit USX von Atlantis Computing lassen sich vorhandene Storage-Ressourcen optimieren und die Kosten dramatisch senken.
Mit USX von Atlantis Computing lassen sich vorhandene Storage-Ressourcen optimieren und die Kosten dramatisch senken.
(Bild: Atlantis Computing)

Ab dem 1. September soll USX 2.0 allgemein verfügbar sein. Am interessantesten finden Beta-Tester die Funktion „Teleport“. Diese erlaubt Unternehmen virtuelle Maschinen innerhalb von Sekunden hin- und her zu bewegen, und zwar auch zwischen Rechenzentren und der Cloud, zunächst „Amazon S3“.

Zu den Partner-Neuigkeiten, mit denen Atlantis Computing aufwarten kann, gehört die Unterstützung von „VMware VVOL for Any Storage“ und eine Partnerschaft mit IBM. Big Blue wird USX in seine „Pureflex“-Familie integrieren und „System X“- Rechner entsprechend konfiguriert ausliefern (siehe: Abbildung 1 Folgeseite).

Im Prinzip ist USX Storage-Device-agnostisch. Die Software bildet zwei verschiedene Speicher-Pools. Sie greift dabei auf vorhandene Technik zu: aus ungenutztem Server-Memory entsteht ein Ressourcen-Pools, in dem sich Aufgaben wie Deduplizierung, Kompression, Caching berechnen lassen (siehe: Abbildung 2).

Die Daten selbst werden auf die vorhandenen Storage-Systeme verteilt. Ab dieser Version lassen sich auch Direct-Attached-Ressourcen (DAS) einbinden. Zudem gibt es eine erste Verbindung zu Cloud-Storage. USX unterstützt Amazon S3.

Da die Benutzung der dynamischen Speicherbausteine eine sehr schnelle Verarbeitung erlauben, die eigentlichen Storage-Devices entlastet werden, erlaubt USX einerseits eine erhebliche Performance-Steigerung, eine bessere Nutzung sämtlicher Ressourcen und verlängert damit letztlich die Lebensdauer der getätigten Investitionen. Insofern braucht USX nicht zwangsläufig Flash-Komponenten.

Das erste All-Flash hyper-converged Storage System

Dennoch baut Atlantis zusammen mit seinen Hardware-Partnern, etwa Netapp und IBM das erste All-Flash hyperkonvergente Storage-System. Es soll Flash DIMM Memory-Channel Storage beinhalten, PCIe Flash, DRAM sowie optional SAS Storage zum Erweitern der Kapazität.

Nach Angaben des Herstellers erlaubt der Pool aus lokalem Server-Flash, auf dem unter anderem der Depuplizierungs- und Inhalts-sensitive Kompressionsservice „HyperDup” in Echtzeit ausgeführt wird, die effektive Storage-Kapazität um das bis zu 10-fache zu erhöhen.

Abbildung 1: IBM und Atlantis Comuting bringen USX auf System X.
Abbildung 1: IBM und Atlantis Comuting bringen USX auf System X.
(Bild: Atlantis Computing)

Atlantis Computing berechnet, dass Unternehmen auf einem Einstiegs-Level mit drei Servern mehr als zwei Millionen OLTP-Transaktionen pro Minute ausführen können oder eine Million echte IOPS, bei einer Aufteilung von 80 Prozent schreibender Zugriffe und 80 Prozent Random 4KB-Blöcke. Anders ausgedrückt kann ein derart konfiguriertes System 400 persistente Power-User unterstützen, die auf virtuellen Desktops arbeiten.

Atlantis Teleport

Mit Storage Vmotion, einem Bestandteil von Vmware Vsphere dauere das Verlagern von virtuellen Maschinen eventuell Stunden, führt Gregg Holzrichter, VP Marketing Atlantis Computing, aus. Mit Hilfe der Funktion Teleport sei die Migration von VMs zwischen Storage-Systemen, Rechenzentren und Clouds jedoch innerhalb von Sekunden umsetzbar.

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