Marktübersicht Deduplizierungs-Appliances, Teil 2

Mit vielen Tricks versuchen die Dedup-Hersteller die Kompressionseffizienz zu erhöhen

19.11.2009 | Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Rainer Graefen

So stellt sich Falconstor die weitestgehend von Duplikaten bereinigte Deduplizierung im Unternehmen vor.
So stellt sich Falconstor die weitestgehend von Duplikaten bereinigte Deduplizierung im Unternehmen vor.
NEC Hydrastor HS8
NEC Hydrastor HS8

NEC

Ähnlich wie Exagrid setzt die US-Tochter des in Deutschland vor allem als Hersteller von Supercomputern bekannten Konzerns auf eine durchgängige, skalierbare Plattform anstelle der Aufteilung in Midrange- und Enterprise-Systeme.

Die daraus entstandene Produktlinie heißt Hydrastor HS8 und wurde erstmals im Herbst 2007 vorgestellt. Mittlerweile ist die zweite, verbesserte Generation am Start, die weitere Effizienzgewinne verspricht.

Anders als beim Wettbewerb setzt sich die Lösung jedoch aus zwei unterschiedlichen Geräten zusammen: Jede Hydrastor besteht zum einen aus sog. Storage Nodes (SN), von denen jeder über eine Basiskapazität von 12 TByte verfügt, die durch Deduplikation bis auf 157,5 TByte anwachsen kann.

Die andere Komponente ist ein mit Hochleistungsprozessoren bestückter Accelerator Node (AN), der es auf einen Durchsatz von 1,8 TByte/Stunde bringt und als NAS-Filer die Schnittstelle zu den zu sichernden Servern bildet, deren Daten er an die Storage Nodes weiterreicht.

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass bereits der Accelerator eine Deduplizierung auf Block-Ebene vornimmt (Inline-Processing) und danach die Storage-Einheiten noch einmal alle eingehenden Daten mit einem übergreifenden Index abgleichen, um übriggebliebene Dubletten zu eliminieren. So entsteht eine zweistufige Deduplikation, deren Rate NEC mit 20:1 angibt.

Aus den Storage und Accelerator Nodes setzt NEC fünf Basiskonfigurationen zusammen, drei Einsteigersysteme und zwei für fortgeschrittene Anwender. Die kleinste Variante HS8-2002S besteht aus zwei Storage Nodes und einem Accelerator, kann mit sechs 1-Gbit- oder zwei 10-Gbit-Ethernet-Ports ausgestattet werden und erreicht bei 24 TByte physikalischem Speicher eine logische Kapazität von 315 TByte sowie Durchsatzraten von 300 MByte pro Sekunde respektive 1,08 TByte pro Stunde.

Das nächstgrößere System HS8-2004S kombiniert doppelt so viele Geräte, erzielt entsprechend die doppelte Leistung und ist zusätzlich als Rack-Version HS8-2004R lieferbar, während die S-Versionen frei aufstellbar sind.

Am oberen Ende finden sich die HS8-2010R mit 10 Speichereinheiten und 5 Accelerator Nodes, die zusammen 120 TByte physikalische respektive 1,57 PByte logische Kapazität haben und einen Durchsatz von maximal 5,4 TByte pro Stunde verarbeiten, sowie die HS8-2020R, die abermals mit den doppelten Werten aufwartet. Als Obergrenzen für den Hydrastor-Ausbau gelten aktuell 17,3 PByte logische Kapazität und ein Durchsatz von 16,5 TByte pro Sekunde.

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