Hohe Skalierbarkeit, höchste Performance und niedrige Kosten lassen sich nicht korrelieren?

Mit XIV startet IBM seinen Paradigmenwechsel in die Scale-Out-Speichertechnik

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Der Anspruch: Mit Standardkomponenten Highend-Storage bauen

Neben den Ansätzen von 3PAR und Compellent gilt die Architektur von XIV insofern als bahnbrechend, als Yanai auf Standardkomponenten und gleichzeitig auf hohe Verfügbarkeit setzte.

IBM spricht von einem notwendigen Paradigmenwechsel, da speziell für schnell wachsende Datenmengen keine geeigneten SAN- oder NAS-Infrastrukturen vorhanden seien: „Das explodierende Speicherwachstum in den Firmen hat die Schwächen von traditionellen System-Architekturen offen gelegt:

  • Fast alle Systeme basieren auf Spezial-Entwicklungen und sind deshalb teuer.
  • Die übliche Dual-Controller Architektur ist nicht horizontal skalierbar.
  • Die Erzielung einer optimalen Performance erfordert Spezialwissen und aufwändige Planungsarbeit.
  • Es findet keine automatische Lastverteilung statt. Oft sind 20 Prozent der Disks mit 80 Prozent der I/Os beschäftigt. Die Folge sind Flaschenhälse, deren Beseitigung viel Zeit kostet.
  • Der Energieverbrauch traditioneller Speichersysteme ist extrem hoch.
  • Die Administrationskosten wachsen überproportional mit der Speicherkapazität.“ [2]

Eine Grid-Architektur soll für diese angesprochenen Mängel bisheriger Enterprise-Arrays eine Antwort bereitstellen. Bei IBM selbst spricht man mal von „Grid“, dann wieder von „Cluster“. Letztlich handelt es sich um ein „lose gekoppeltes“ Bündel von Platteneinschüben oder Modulen, das in einem fertigen, in sich geschlossenen Array geliefert wird und die einzelnen Bauteile über IP-Leitungen miteinander verbindet.

Mit Scale Out näher am Datenwachstum

Der Analyst Josh Krischer beschreibt den Unterschied zwischen den Architekturen wie folgt: „Traditionelle Enterprise-Architekturen für Highend-Storage beruhen auf einer Switched Matrix mit Host- und Geräte-Adaptern, so wie sie die DMX von EMC oder die USP von Hitachi Data System (HDS) anbieten, oder sie sind Tightly Coupled (CMP) wie bei der DS8000 von IBM. Die meisten traditionellen Midrange-Systeme benützen Dual Controller mit gespiegeltem Cache wie zum Beispiel Clariion von EMC, AMS von HDS, EVA von HP oder die PS-Familie von Dell/EqualLogic.

In den letzten Jahren kam eine neue Gruppe von block-basierten Speichersystemen hinzu, zu der Inserv von 3PAR, SAN/IQ von Lefthand (jetzt HP), Hydrastore von NEC, Sun Fire X4500, X-Series von Isilon und XIV von IBM zählen. [3] Wahrscheinlich müsste man auch EMCs Virtual Matrix Infrastruktur in eine Betrachtung von Scale-Out-Architekturen einbeziehen.

Die Besonderheit des cluster- oder gridartigen Aufbau bei der XIV besteht in Rack-Modulen zu gegenwärtig jeweils 12 SATA-Platten mit 1 Terabyte, einem x86-Einschub mit modifiziertem Linux und einem Cache von 8 GByte, die sich mit jedem Modul zu einer neuen Gesamtheit organisieren. Die Rohkapazität beträgt 180 Terabyte.

Jedes Wachstum braucht Reorganisation

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