Eine Plattform alleine reicht nicht aus

Multi-Clouds bringen es

| Autor: Sarah Gandorfer

Immer mehr Unternehmen setzen auf eine Multi-Cloud-Strategie.
Immer mehr Unternehmen setzen auf eine Multi-Cloud-Strategie. (Bild: Jukka Niittymaa / Pixabay)

Die Cloud wird populär. Doch Forrester bemängelt in einer Studie, dass es keine einzige Plattform gibt, die alle Leistungen abdeckt. Entsprechend liegt die Zukunft in der Multi-Cloud, was mittlerweile viele Unternehmen erkannt haben.

"Multi-Cloud ist ein klares Zeichen für die nächste Ära des Cloud Computing. Ob zum Ausgleich von Risiken oder um die Vorteile und Anwendungsoptionen verschiedener Cloud-Plattformen zu nutzen: Unternehmen übertragen ihre Workloads zunehmend auf mehrere Cloud-Provider", sagt Deepak Patil, Senior Vice President, Product and Technology bei Virtustream.

Der Cloud-Plattform-Anbieter hat von den Analysten von Forrester Consulting eine Umfrage zu dem Thema durchführen lassen. Die Studie mit dem Titel "Multicloud Arises from Changing Cloud Priorities" basiert auf den Antworten von 727 Entscheidungsträgern, die weltweit in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern beschäftigt und für Cloud-Technologien zuständig sind.

Unternehmen verfolgen Multi-Cloud-Strategien

Laut dem Ergebnis bezeichnen 86 Prozent der Befragten ihre aktuelle Cloud-Strategie als Multi-Cloud-orientiert. Zusätzlich zu Kosteneinsparungen werden als Gründe für die Entscheidung hin zur Multi-Cloud auch die Kriterien Leistung und Innovation genannt. Darüber hinaus stellt die Studie fest, dass 60 Prozent der Unternehmen mittlerweile unternehmenskritische Anwendungen in die Public Cloud verlagern oder bereits verlagert haben.

Die Abwanderung unternehmenskritischer Anwendungen in die Cloud lassen sich die Unternehmen mit jährlich mindestens 50 Millionen Dollar für Technik und Ressourcen einiges kosten. Zudem plant die Mehrheit der Befragten, ihre Investitionen in die Cloud in den nächsten zwei Jahren beizubehalten oder zu erhöhen, einschließlich der Ressourcen für interne Mitarbeiter und externe Anbieter.

Technologie auf Geschäftsziele abstimmen

Die wachsende Akzeptanz und steigende Investitionen veranlassen die Unternehmen außerdem, ihre Cloud-Strategien zu aktualisieren und auszubauen. Der Studie zufolge planen fast drei von vier Firmen, ihre Cloud-Strategie innerhalb der nächsten zwei Jahre neu zu bewerten oder eine neue Strategie zu entwickeln.

Die Analysten empfehlen, dass bei der zukünftigen Cloud-Strategie darauf zu achten sei, dass Technologien und Geschäftsziele optimal aufeinander abgestimmt werden. Auf die Frage nach den Zielen ihres Unternehmens für die Cloud für dieses Jahr gaben 42 Prozent der Befragten an, dass operative Effizienz oberste Priorität habe, dicht gefolgt von Innovation und Umsatzwachstum.

Eine für Alles fehlt

Allerdings bemängelt die Studie das aktuelle Angebot: "Keine einzige Cloud-Plattform erfüllt alle Workload-Anforderungen eines Unternehmens". Daher nutzen Organisationen mehrere öffentliche und private Clouds für ihre unterschiedlichen Anwendungs-Workloads.

Dabei steht die Performance beim Thema "Abstimmung der Workloads mit der Cloud-Umgebung" zumeist an erster Stelle – sie übertrifft sogar die Kriterien Compliance und Sicherheit. Hier kommt deshalb die Multi-Cloud ins Spiel.

Vorteile

Die befragten IT-Führungskräfte nennen eine Vielzahl an Anwendungsfällen für Multi-Cloud-Plattformen und glauben, dass ein Multi-Cloud-Ansatz viele Vorteile bringt. Darunter ein optimiertes IT-Infrastrukturmanagement und mehr Flexibilität (33 Prozent), ein strafferes IT-Kostenmanagement (33 Prozent) und eine höhere Sicherheit sowie die bessere Einhaltung von Compliance-Anforderungen (30 Prozent).

Darüber hinaus zeigt die Umfrage, dass Unternehmen diejenigen Anbieter bevorzugen, die bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters ein hohes Maß an Hilfe und Unterstützung bieten. Ein weiteres Ergebnis ist, dass IT-Profis am häufigsten an der Auswahl von Cloud-Anbietern beteiligt sind (52 Prozent). Auch eine ausgewählte Gruppe an C-Suite-Manager ist involviert, am stärksten der CIO (34 Prozent).

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Partnerportal IT-Business übernommen.

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