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Internet-Festplatte soll mobilen Mitarbeitern die Arbeit erleichtern My Stuff – Google plant Online-Speicher

| Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

Suchmaschinenbetreiber Google will sein Angebot um Online-Speicherplatz ausweiten. Intern als „My Stuff“ bezeichnet, stellt der Branchenprimus in absehbarer Zeit ein Projekt vor, dass, ähnlich wie Mitbewerber Microsoft, flexibel erreichbare Speicherkapazität zur Verfügung stellt.

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Google will künftig Online-Speicherplatz anbieten.
Google will künftig Online-Speicherplatz anbieten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit dem Online-Speicher von Google wären Dokumente von überall erreichbar. Unabhängig vom Internet-Endgerät oder Aufenthaltsort könnten Anwender auf hochgeladene Dateien zugreifen. Zugegeben, das Rad hat der Suchmaschinen-Riese damit nicht neu erfunden. Aber laut „Wall Street Journal” würde Google durch das neue Angebot den Wettbewerb mit Microsoft verschärfen. Die Redmonder haben kürzlich einen vergleichbaren Service gestartet. Auch Apple, Yahoo und AOL haben ähnliche Angebote.

Inwiefern der Online-Speicher vor Angriffen und Attacken abgesichert wird, nennt das Unternehmen derzeit nicht. Man versucht allerdings, den Zugriff so leicht und schnell wie möglich zu gestalten, um sich besonders durch eine leichte Bedienung von den Mitbewerbern abzuheben. Ein anderes Problem könnte sich für Google aus dem Datenaustausch über „My Stuff“ ergeben: Laut Ankündigung sollen die User untereinander Dateien und Ordner freigeben können, um beispielsweise Musiksammlungen gemeinsam zu nutzen. Hier steht das Unternehmen laut „Wall Street Journal” bereits in Gesprächen mit Rechteinhabern.

Ein anderes Problem für die Akzeptanz sind und bleiben die Datenschutz-Bedürfnisse der Anwender. Viele User haben immer noch Bedenken, vertrauliche Daten möglichen Fremdzugriffen auszusetzen. Hier muss Google die Balance zwischen einem sicheren Zugriff und Authentifizierungsmaßnahmen auf der einen Seite und einer akzeptablen Zugriffsgeschwindigkeit auf der anderen finden. Der Dienst soll unabhängig von bisherigen Angeboten wie Google Mail oder Picasa angeboten werden. Allerdings erhoffen sich die Anbieter, die Integration von Web-Applikationen in moderne Arbeitsumgebungen mobiler Mitarbeiter voranzutreiben.

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