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Cactus 245-Serie NAND-Flash-Speicher für den Edge-Einsatz

Redakteur: Dr. Jürgen Ehneß

Da Edge-Computing zunehmend an Bedeutung gewinnt, fallen Daten mittlerweile nicht mehr nur im Büro massenhaft an. Für den Einsatz in rauhen Umgebungen stellt Cactus Technologies entsprechend widerstandsfähige pSLC-Speicher vor.

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Auch das Datenaufkommen fernab des Büros hat massiv zugenommen.
Auch das Datenaufkommen fernab des Büros hat massiv zugenommen.
(Bild: ©sayayute - stock.adobe.com)

Das Datenwachstum macht vor den Bürogrenzen keinen Halt – ganz im Gegenteil: Gerade an der Edge werden mittlerweile massiv Daten gesammelt, um sie im Rahmen von Konzepten wie KI (Künstliche Intelligenz) oder ML (Machine Learning) zu nutzen. Doch das Datensammeln für das IIOT (Industrial Internet of Things) stellt besondere Anforderungen an die eingesetzte Hardware.

Statt durch Hausstaub und halbvolle Kaffeetassen werden Computer und Speichermedien in freier Wildbahn durch extreme Temperaturen, Feuchtigkeit oder Nässe, Dreck und Erschütterungen bedroht. Dementsprechend robust müssen die Geräte konzipiert sein. Das bezieht sich nicht nur auf ein entsprechend strapazierfähiges Gehäuse, sondern natürlich auch auf den Speicher selbst. Im NAND-Bereich gelten SLC-Speicher (Single-Level Cell) als besonders stabil, doch sind sie deutlich kostenintensiver als ihre Multi-Level-Brüder (MLC/Multi-Level Cell).

Cactus Technologies stellt nun eine weitere Alternative vor: Herkömmliche MLC-NAND-Zellen werden statt mit zwei Bit nur mit einem Bit (zwei Ladungszustände je Kondensator) beschrieben – eben wie eine SLC-Zelle. Der von Cactus dafür ersonnene Name ist durchaus treffend: pSLC, wobei das vorangestellte „p“ für „pseudo“ steht. Die Effekte seien eine höhere Geschwindigkeit und eine gesteigerte Langlebigkeit; so sei etwa die Anzahl an Schreibzugriffen im Vergleich mit einem MLC-Speicher sechsmal höher.

Verbaut sind die pSLC-Zellen in der neuen 245-Serie von Cactus. Diese besteht aus Speichern mit den Formfaktoren SD-Card, CFast, 2,5-Zoll-Disk, mSATA und M.2. Die Geräte verfügen außerdem über ein Wear-Leveling, das dafür sorgt, dass zum einen beim Schreiben die „frischesten“ Zellen genutzt werden und zum anderen selten verwendete Daten ab und an verschoben werden. Weiterhin sind ein ECC (Error Correction Code) und ein Defect-Management integriert.

Im DACH-Raum werden die Cactus-Speicher über den Distributor Syslogic vertrieben.

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