Kantilever in Nano-Größe sollen Speicherkosten drücken Nanochip plant Flash-Alternative mit einem Terabyte pro Chip

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Der US-amerikanische Chipdesigner Nanochip plant Speicherbausteine, auf denen sich über 100 Gigabyte an Daten unterbringen lassen. Die Flash-Alternative basiert auf einem mikroelektrisch-mechanischen Speichersystem (MEMS) und gleicht der IBM-Technik Millipede. Mithilfe der Geldgeber Intel Capital und JK&B Capital sollen 2009 erste funktionsfähige Muster vorgestellt werden.

Mit Geldern von Intel und JK&B will Nanochip seine Flash-Alternative bis 2010 auf den Markt bringen.
Mit Geldern von Intel und JK&B will Nanochip seine Flash-Alternative bis 2010 auf den Markt bringen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Nanochip positioniert die vorgestellte MEMS-Technik als Alternative zu bisherigen Flash-Bausteinen. Bei der Produktion der in verschiedenen Endprodukten und Solid State Disks (SSD) eingesetzten Bausteine erreiche man bereits jetzt die Grenzen des Machbaren, meint Keith Larson von Intel Capital.

MEMS biete dagegen Potenzial für höhere Speicherdichten im Bereich von mehreren Gigabyte. Mit ansteigender Kapazität sollen sich die Bausteine zudem günstiger produzieren lassen. Im Gegensatz zu bisherigen Flash-Speichern arbeiten die Chips mit beweglichen Strukturen. Zum Schreiben und Lesen wird auf diese mit einer Matrix von Messspitzen zugegriffen.

Parallelen zur Technik von IBM

Die von Nanochip beschriebene Technik ähnelt auffallend der von IBM bereits angekündigten Lösung Millipede. Dennoch hält Nanochip eigenen Angaben zufolge sieben US-Patente auf sein Verfahren, 34 weitere sind bereits beantragt.

Bereits im kommenden Jahr will Nanochip erste Muster ausliefern, 2010 sollen die Speicher dann für Endanwender verfügbar sein. Zunächst sollen die Chips eine Kapazität von 100 Gigabyte bieten. Spätere Modelle sollen dann bis in den Terabytebereich vorstoßen, kündigt der Hersteller an.

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