Standby-Kopien mehrerer Quellmaschinen in einem Hypervisor konsolidieren

Netjapan stellt virtuelle Standby-Maschine vor

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Rainer Graefen

Standby für virtuelle Maschinen
Standby für virtuelle Maschinen (Netjapan)

Der Backup- und Recovery-Spezialist NetJapan hat eine neue virtuelle Standby-Verfügbarkeitslösung vStandby vorgestellt. VStandby erstellt virtuelle Kopien von physischen oder virtuellen Maschinen, die bei einem Systemausfall oder Fehler für eine schnelle Bereitstellung sorgen.

Laut Netjapan handelt es sich bei vStandby um ein völlig neues Konzept zu Realisierung einer bezahlbaren Standby-Verfügbarkeits-Lösung auf VMware-Basis. Die Funktionsweise ist einfach. VStandby erstellt und prüft auf einem ESXI-Host inaktive virtuelle Kopien physischer oder virtuelle Maschinen, die mithilfe geplanter asynchroner, inkrementeller Snapshots auf Basis eines vollständigen Klons der Quellfestplatte automatisch auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Da die virtuelle Standby-Maschine laufend sämtliche Änderungen der virtuellen Festplatte des Quellsystem empfängt, lassen sich im Bedarfsfall die betreffenden VMs jederzeit ab dem letzten inkrementellen Bootzeitpunkt aus den zugehörigen Snapshots bereitstellen.

Anwender können so Standby-Kopien mehrerer Quellmaschinen in einer einzigen Virtualisierungsumgebung konsolidieren, denn ein einzelner ESXi-Host kann als Ziel für mehrere Quellhosts (auch physische) verwendet werden.

Geringer Ressourcenverbrauch

Die Lösung bietet sich als zusätzlicher Sicherheits-Layer ergänzend zu existierenden Backup- und Disaster-Recovery-Werkzeugen anderer Hersteller wie Veeam, Acronis oder Symantec an.

Ein entscheidender Vorteil von vStandby besteht nach Aussage des Herstellers darin, dass ein herkömmliches Standby-System etwa bei einem Softwarefehler mitunter keine sofortige Umschaltkapazität bietet; eine auf Virtualisierung basierenden Lösung wie vStandby dagegen schon.

Da vStandby nur den Datenspeicher der Standby-VM aktualisiert, ist der Speicherplatzbedarf zudem geringer, als bei Lösungen mit Backup-Dateien. Herkömmliche P2V- oder V2V-Tools fertigen stets eine Kopie der gesamten physischen oder virtuellen Festplatte des Quellsystem an, um dann die virtuelle Ziel-Festplatte mit der Standby-VM zu verbinden.

Dieses Vorgehen kostet deutlich mehr Speicherplatz und ist zeitraubender, da im Zuge der Konvertierung Speicherplatz für das Datenträger-Image und die VMDK-Datei vorgehalten werden muss.

Mehr Funktionen mit kommerziellen vSphere-Versionen

VStandby ist zudem relativ kostengünstig, weil als Zielort auch der kostenlose ESXi-Hypervisor eingesetzt werden kann. Dann steht allerdings die Funktion frei definierbarer Bootzeitpunkte nicht zur Verfügung.

Stattdessen werden allen inkrementellen Änderungen automatisch direkt in die Ziel-VMDK-Datei übertragen. Zudem lässt sich vStandby bei Bedarf auch als reines P2V-Migrationwerkzeug benutzen, etwa zum Virtualisieren eines Windows Server 2003, der seit diesem Jahr nicht mehr verfügbar ist.

Unternehmen, die bereits eine kostenpflichtige vSphere-Version im Einsatz haben, profitieren von der Möglichkeit, Änderungen an der Quellmaschine nach einem vorher festgelegten Zeitplan auf die Zielmaschine zu übertragen und mehrere Bootzeitpunkte auf der virtuellen Standby-Maschine zu definieren.

Nutzer können so eine flexible wöchentliche oder monatliche Planung der inkrementellen Snapshots oder der Bootzeitpunkte für die Synchronisation einstellen.

Preise und Verfügbarkeit

VStandby ist ab sofort verfügbar und läuft unter allen Windows-Arbeitplatz- (ab XP) und Server-Versionen (ab Server 2003). Auf Seiten der Virtualisierungsumgebung genügt ein ESXi-Host ab 5.1. Die Server-Edition schlägt mit 708,55 Euro, die Desktop-Edition mit 108,45 zu Buche, wobei für jedes physische oder virtuelle Betriebssystem eine Lizenz erforderlich ist.

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