Hochverfügbarkeit dank Live-Migration, erweiterter CPU-Support, verbesserte Performance und Sicherheit

Neue Funktionen in Microsoft Hyper-V R2

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Skalierung und Performance

Um weiter die Performance einer VM zu steigern bietet Hyper-V R2 neben einer nativen 10GB Ethernet Unterstützung die Möglichkeit den TCP/IP Datenverkehr einer VM durch direkt an den physikalischen Netzwerkadapter durchzureichen. Durch die Implementierung von TCP/IP Offload Mechanismen für VMs (VM Chimney bzw. TCP Offload Support) findet eine Entlastung der Prozessoren in Verbindung mit einer verbesserten Performance statt. Gerade beim Übertragen von großen Datenmengen ist damit eine Verbesserung zu verzeichnen, welche durch die ebenfalls mit Hyper-V R2 eingeführte Virtual Machine Queues (VMQ) nochmals verbessert wird. Prinzipiell wird hier für jede VM eine dedizierte virtuelle Warteschlange aufgebaut um Anforderungen zur Übertragung von DMA Paketen in den Speicher der VMs parallel abarbeiten zu können.

Darüber hinaus unterstützen nun auch die VMs Ethernet Pakete mit einer Größe von mehr als 1.500 Bytes. Durch die Verwendung dieser als Jumbo Frames bezeichneten Pakete ist eine deutlich höhere Datenübertragungsrate bei geringerer Prozessor Auslastung möglich, wovon besonders VMs mit über iSCSI angeschlossenen SAN-Volumes oder aber generell große Datentransfers profitieren.

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Im Rahmen der Skalierung unterscheidet Microsoft zwischen VMs mit einem VDI (Virtual Desktop Infrastructure) und einem Server basierten Lastprofil. Weitere Informationen zu VDI sind bei Microsoft im Internet verfügbar. Basierend auf dieser Einstufung ist es möglich auf einem 16 Knoten Hyper-V R2 Failover Cluster 32 VMs pro Knoten und somit 480 VMs insgesamt oder 64 VDI VMs pro Knoten und somit 960 VDI VMs insgesamt zu betreiben. Diese Zahlen basieren auf der Annahme, dass der Cluster mit 15 Knoten produktiv und einen Knoten als Ersatz betrieben wird.

Sicherheit

Die Sicherheit einer Plattform aber auch generell die Sicherheit von Software hängt von viele Faktoren ab. Microsoft verwendet seit dem Jahr 2004 verpflichtend für alle Produkte den Microsoft Security Development Lifecycle (SDL) mit der Absicht die Anzahl und Kritikalität von möglichen Sicherheitslücken zu minimieren. Weitere Informationen zum Microsoft SDL sind hier verfügbar. Darüber hinaus wurde Microsoft Hyper-V vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach der Common Criteria (CC) zertifiziert, dieses Sicherheitszertifikat wird weltweit von 24 CC-Mitgliedsstaaten anerkannt.

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