Kommentar von Heiko Wüst, Nexenta Systems

Neun Gründe, die für das OpenStorage-Dateisystem ZFS sprechen

| Autor / Redakteur: Heiko Wüst / Nico Litzel

7. Deduplizierung statt Mehrfachablage

Mehrfachablage von Daten gehört zu den Selbstverständlichkeiten gängiger File-Systeme. Unternehmen, die Speicherplatz einsparen wollen, indem Sie doppelte Daten ausfindig machen, benötigen ein zusätzliches Produkt zur Deduplizierung. ZFS hat dagegen seit 2009 Inline-Deduplizierung integriert. Administratoren können eine unbeschränkte Kapazität von Daten für Inline-Deduplizierung konfigurieren. Sie erhalten so nicht nur mehr Kapazität, sondern reduzieren auch die Zahl der I/Os, wenn Daten hochgradig redundant sind. Den gleichen Effekt hat Kompression, die bei ZFS ebenfalls enthalten ist – und zwar auf dem Blocklevel, nicht auf dem Dateilevel, wie bei den meisten anderen Produkten.

8. Volle Datenhistorie statt limitierter Snapshots

Herkömmliche Speichersysteme bieten nur eine begrenzte Zahl von Snapshots. Administratoren müssen sich genau überlegen, wie sie diese limitierte Zahl verwenden und Systeme so konfigurieren, dass sie möglichst sinnvolle Wiederherstellungspunkte haben. Obendrein muss eine vorab definierte Speichermenge für Snapshots reserviert werden.

In ZFS können Snapshots und beschreibbare Clones dagegen unbeschränkt ohne vorherige Speicherreservierung erstellt werden. Aufgrund des Copy-on-Write-Verfahrens sind die älteren Daten weiter vorhanden. Die Snapshots können sowohl archiviert als auch gemountet werden. Das Erstellen und Vorhalten von Snapshots ist somit ohne Performance-Einbußen möglich.

9. Unified Storage statt Speicherwildwuchs

Heutige Speicherumgebungen sind historisch gewachsen und setzen sich aus einem Sammelsurium von Hardware und unterschiedlichen Storage-Silos zusammen. Fast alle größeren Storage-Appliances sind proprietär und binden die Software an die Hardware. Die Kunden zahlen dadurch mehr für die Hardware, als diese eigentlich wert ist. Und auch Zusatzfunktionen wie Snapshots, Tiering oder Deduplizierung kosten in der Regel extra.

ZFS basiert dagegen auf einem Open-Source-Unix-Fundament und ist als Open Source Software unter der Common Development and Distribution License (CDDL) lizenziert. Auf ZFS basierende OpenStorage-Produkte erlauben die Verwendung von Standardhardware, anstelle teurer Produkte eines bestimmten Storage-Herstellers. Seit der Einstellung des OpenSolaris-Projektes wird die Entwicklung von ZFS im Illumos-Projekt fortgeführt. Zu den Hauptbeitragenden gehören Nexenta, Joyent und Everycity.

Statt einen Aufpreis für Enterprise Features zu bezahlen, sind diese in ZFS standardmäßig enthalten. Vorhandene proprietäre Speichereinheiten können oftmals mit in die Speicherpools integriert werden. Auf diese Weise lässt sich auch ein wirklich einheitliche Speicherumgebung („Unified Storage“) aufbauen und der Speicherwildwuchs unter ein gemeinsames Dach bringen. Gängige ZFS-Produkte wie NexentaStor können erstens fast jede Hardware in den Pool einbinden – von kostengünstigen JBODs bis hin zu leistungsstarken SSDs – und zweitens unterstützen sie sowohl SAN als auch NAS. Drittens bieten sie schließlich einen Datenzugriff über eine große Bandbreite von Protokollen, beispielsweise CIFS, NFS, iSCSI, http, FTP WebDAV, Fibre Channel und Fibre Channel over Ethernet.

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 37073380 / Daten)