Mythen über den Speicherservice aus der Cloud

Neuzeitliche Märchen: Nur bei mir sind meine Daten gut aufgehoben

| Autor / Redakteur: Oksana Braune* / Rainer Graefen

Auch die IT hat ihre Mythen. Meistens ließen sie sich durch einfaches Hinterfragen aus der Welt schaffen.
Auch die IT hat ihre Mythen. Meistens ließen sie sich durch einfaches Hinterfragen aus der Welt schaffen. (Bild: pimmimemom_Fotolia)

Traditionelle Datenspeicherlösungen sind mit dem massiven Wachstum der Daten, mit denen Unternehmen heutzutage umgehen müssen, zunehmend überfordert. Viele IT-Manager erkennen, dass das Hinzufügen von neuen Hardware- und Softwareressourcen, um mit dem exponentiellen Wachstum Schritt halten zu können, zusehends unbezahlbar wird. Daher ziehen immer mehr von ihnen ernsthaft Storage-as-a-Service (STaaS) als Alternative in Erwägung.

Wie der Name es schon sagt, kaufen STaaS-Benutzer keinen Speicher, sondern nutzen Speicherservices. STaaS-Anbieter wie Zadara Storage bieten ihren Kunden für eine monatliche verbrauchsbasierte Gebühr Zugriff auf so viel Speicher, wie sie benötigen.

Da dieses Modell auf Betriebskosten (OpEx) statt auf Investitionskosten (CapEx) beruht, ist es insgesamt erheblich preiswerter. Weitere Vorteile des STaaS-Modells sind elastische Skalierung und einfache Bereitstellung, also insgesamt mehr Flexibilität.

Dennoch stehen einige IT-Manager dem STaaS-Modell weiterhin skeptisch gegenüber. Ein Grund dafür ist die Annahme, dass STaaS nur in der öffentlichen Cloud funktioniert. Aber das muss nicht sein. Die Ablehnung von STaaS beruht aber zum großen Teil auf den wahrgenommenen Nachteilen des Cloud Computings. Sehen wir uns daher einige weitverbreitete Mythen über Cloudspeicher an.

Mythos 1: Die Cloud ist unsicherer

Das größte Bedenken vieler IT-Manager hinsichtlich der Speicherung in der Cloud ist der ausreichende Schutz ihrer Daten. Sie machen sich Sorgen darüber, dass die in der Cloud gespeicherten Daten angreifbarer sein könnten als die, die sicher vor Ort und hinter der eigenen Firewall der Organisation gespeichert werden. Tatsächlich kann genau das Gegenteil der Fall sein.

Mögliche Eindringlinge interessiert eher, wie gut die Daten geschützt sind, als wo sie sich befinden. Und in diesem Punkt ist ein guter STaaS-Anbieter sogar im Vorteil. Da der Schutz der ihnen anvertrauten Daten eine Grundvoraussetzung für ihr Geschäftsmodell ist, wenden STaaS-Anbieter erstklassige Verfahren und Technologien an, die nur wenige ihrer Kunden selbst einsetzen könnten.

Viele Organisationen verschlüsseln beispielsweise nicht ihre lokal gespeicherten Daten. Aber ein guter STaaS-Anbieter speichert die Daten seiner Kunden nicht nur in verschlüsselter Form, er kann auch mit seinen Kunden gemeinsam eine zweite Verschlüsselung durchführen, wenn die Daten zwischen den Rechenzentren des Anbieters übertragen werden.

Für alle, ausgenommen vielleicht die größten und technisch versierten Unternehmen, liefert ein erstklassiger STaaS-Anbieter einen besseren Schutz der Daten, als er vom eigenen Unternehmen selbst erreichbar wäre.

Mythos 2: Meine Daten können von anderen Kunden gesehen werden

Die Anbieter von Cloud-Speicher können niedrigere Preise für die Datenspeicherung anbieten, weil sie die Daten vieler Kunden in einem gemeinsamen Pool an physischen Speichern unterbringen und so den Skaleneffekt nutzen können. Oft haben Manager Bedenken, dass andere Kunden versehentlich oder mutwillig auf ihre Daten zugreifen könnten. Eine weitere Sorge ist, dass das unvorhersehbare Verhalten anderer Kunden den eigenen Speicherzugriff beeinträchtigen könnte.

Selbst in einer mandantenfähigen Umgebung wird ein guter STaaS-Anbieter ausgereifte technische Lösungen einsetzen, um sicherzustellen, dass die Daten aller Benutzer nicht von anderen Kunden gesehen werden können. Einige STaaS-Anbieter gehen aber sogar noch einen Schritt weiter. Bei Zadaras VPSA Speicherarrays beispielsweise werden Ressourcen nicht gemeinsam genutzt, sondern jedem Kunden einzeln zugewiesen. Die Daten der Kunden können so nicht mit denen anderer Benutzer vermischt und die Speicherleistung nicht von den Workloads anderer Kunden beeinträchtigt werden.

Mythos 3: Die Cloud macht das Datenspeichermanagement komplizierter

Einige Speicheradministratoren, deren Wissen auf traditionellen SAN- oder NAS-Speichermodellen beruht, haben Angst, dass ihre fehlende Vertrautheit mit Cloud-Infrastrukturen das Speichermanagement schwerer machen wird. Das gilt besonders für Hybridlösungen, bei denen ein Teil der Daten in der Cloud und der andere Teil weiterhin vor Ort im eigenen Rechenzentrum gespeichert wird. Tatsächlich ist das einfache Speichermanagement einer der größten Vorteile des STaaS-Modells.

Ein guter STaaS-Anbieter stellt seinen Kunden ein übersichtliches aber dennoch umfassendes Browser-Dashboard zur Verfügung, mit dem die Administratoren ihre gesamte Speicherinfrastruktur überwachen und steuern können. Funktionen wie die Feststellung des Systemstatus oder das Hinzufügen weiterer Kapazitäten können schnell und intuitiv über das Dashboard erfolgen, ohne dass man direkt mit den physischen Speichern interagieren muss.

Mythos 4: Cloud schafft Anbieterabhängigkeiten

Viele IT-Manager haben auch Bedenken, dass sie sich mit der Cloud von einem einzigen Anbieter abhängig machen. Sobald die Daten sich in der Cloud eines bestimmten Serviceanbieters befinden, kann es schwer werden, sie bei Bedarf woanders hin zu verschieben. Auch hier kann die Wahl des richtigen STaaS-Anbieters den entscheidenden Unterschied machen.

Einige Anbieter ermöglichen es den Benutzern, ihre Speicherinfrastruktur von der Recheninfrastruktur zu extrahieren. Diese Unabhängigkeit ermöglicht es den Benutzern, ihr Speichersystem in eine beliebige Cloud zu verschieben, wodurch gar nicht erst eine Anbieterabhängigkeit entsteht. Ein Multi-Cloud-Modell ermöglicht es den Kunden zudem, sich gleichzeitig mit verschiedenen Clouds zu verbinden und die Daten zwischen Ihnen auszutauschen.

So haben die Kunden die Mittel für eine einfache Migration ihrer Daten zwischen verschiedenen öffentlichen Clouds wie Amazon AWS, Microsoft Azure und Google Cloud Platform oder einer Cloud und den eigenen Speicher vor Ort. Mit guter Planung und dem richtigen STaaS-Anbieter muss die Abhängigkeit von einem bestimmten Cloud-Anbieter kein Thema sein.

STaaS bringt Enterprise Storage auf die nächste Stufe

Unternehmen wechseln in immer höherem Tempo von klassischen Speicherlösungen zu STaaS. Research and Markets sieht voraus, dass der globale Storage-as-a-Service-Markt von 2016 bis 2020 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 29,59 % wachsen wird.

* Oksana Braune, Sales Director Central & Eastern Europe bei Zadara Storage

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44731402 / Outsourcing)