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Data Loss Index von Kroll Ontrack Nicht erkannte Speichermedien führen oft zu Datenverlusten

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

Die Datenretter von Kroll Ontrack haben die Ergebnisse ihres aktuellen Datenverlust-Index („Data Loss Index“, DLI) veröffentlicht. Demnach führen vor allem nicht erkannte Speichermedien zu Datenverlusten.

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Kroll Ontrack hat sich mit den Ursachen von Datenverlusten befasst.
Kroll Ontrack hat sich mit den Ursachen von Datenverlusten befasst.
(Bild: Kroll Ontrack)

Der Index erhebt Informationen zu den Ursachen von Datenverlusten. Dazu kommt anonym ein kostenfreies Selbst-Diagnose-Tool zum Einsatz. Insgesamt flossen 1.348 Einsendungen aus 43 Ländern in den Index ein.

Laut dem DLI werden mit knapp 36 Prozent nicht erkannte Speichermedien als Grund für einen Datenverlust genannt. Auf dem zweiten Platz folgen heruntergefallene Geräte mit knapp 13 Prozent. Mit knapp 10 Prozent kamen Datenverluste am dritthäufigsten durch Geräte zustande, die sich nicht mehr einschalten ließen.

Kein unbekanntes Problem

Wie Kroll Ontrack auf Basis eigener Praxiserfahrungen betont, kommt das Problem mit unerkannten Medien sehr häufig vor. Die Ursachen dafür sind vielfältig und reichen von defekten Schreib- und Leseköpfen über kaputte Controller oder andere Bauteile bis hin zu korrupten Service-Bereichen von Festplatten.

Es gibt aber noch weitere Ursachen für Datenverluste: So gaben 99 Teilnehmer Feuer als Grund an. Wasserschäden wurden sogar von 300 Befragten genannt. Dabei reicht die Palette vom in die Toilette gefallenen Smartphone bis hin zum Laptop im Whirlpool. Viren führten dagegen nur in 171 Fällen zu verlorenen Daten.

Wenn der Server vibriert...

Ebenfalls relativ häufig wurden vibrierende Geräte (88 Fälle) und Rauchentwicklung (57 Fälle) angegeben. Vibrationen betreffen dabei nicht nur die üblichen Verdächtigen wie externe Festplatten oder Notebooks, sondern sorgen auch in Servern und sogar bei Bandspeichermedien für Probleme. Datenverluste durch Rauchentwicklung kamen dagegen quer durch alle Storage-Formate vor - mit Ausnahme von Tapes.

„Wie wir durch die Angaben von realen Nutzern erfahren konnten, gibt es so viele verschiedene Ursachen für Datenverlust, wie Geräte auf dem Markt sind. Jeder sollte wissen, dass Datenverluste mit jedem Gerät und zu jeder Zeit passieren können. Das Bereithalten eines Datenrettungsplans, eine häufige Überprüfung der Medien und der Hardware sowie die regelmäßige Sicherung von Daten können unerwünschte Effekte auf ein Minimum reduzieren“, erklärt Peter Böhret, Managing Director von Kroll Ontrack.

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