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Interview mit Tobias Christen über Enterprise Filesharing "Niemand kann auf das Konto eines Benutzers zugreifen"

Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

Eine gewisse Konsolidierung im Bereich Enterprise Filesharing ist festzustellen. Aber auch ein gewisser Stillstand bei den Funktionalitäten der diversen Anbieter. Richtig entschieden für den sicheren Schutz ihrer Daten sind die Anwender jedenfalls nicht. DSwiss´ SecureSafe kombiniert mit der einfachen Bedienbarkeit von Dropbox wäre sicherlich keine schlechte Kombi.

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Tobias Christen, CEO bei DSwiss
Tobias Christen, CEO bei DSwiss
(Bild: Dswiss)

Wie verteilt sich beim Enterprise Filesharing die Unternehmenskommunikation auf öffentliche Anbieter (Dropbox, Cloud Storage wie Google und Microsoft, wetransfer u.a) und unternehmenseigene Lösungen (ownCloud, Grau, FTP)?

Dies wissen wir nicht im Detail. Wir stellen aber eine klare Tendenz in Richtung externe Lösungen fest. Wir schätzen, dass heute rund ein Drittel der Firmen öffentliche Anbieter nutzen, zwei Drittel dürften auf unternehmenseigene Lösungen fallen.

Welchen Anteil hat Dropbox bei dem öffentlichen Internet-Angebot von Filesharing-Dienstleistern?

Dropbox hat sicherlich einen großen Anteil, über genaue Zahlen verfügen wir jedoch nicht. Firmen, welche dem Sicherheitsaspekt weniger Bedeutung beimessen, setzen häufig auf Dropbox.

In anderen Branchen, wie den Finanzen, der Politik oder dem Gesundheitswesen, ist der Marktanteil von Dropbox deutlich geringer.

Wie kann man als Unternehmen die Schatten-IT beim Filesharing wieder einfangen? Sind die Funktionalitäten bei den „bösen“ Fremdanbietern nicht wesentlich eingängiger?

Größere Unternehmen verfügen in der Regel über spezielle Webfilter, Applikations-Firewalls und andere technische Schutzmechanismen. Dadurch sind die Zugänge zu zahlreichen Fileshare-Anbietern gesperrt.

Dies bedeutet auf der anderen Seite, dass die Mitarbeiter auf eine sichere und praktische Alternative Zugriff haben müssen, um ihre Arbeit effizient durchzuführen.

Für kleinere Firmen ist die Kontrolle schwieriger, weil sie häufig über ein weniger starkes Sicherheitskonzept verfügen.

Wo liegen die drei wichtigsten Unterschiede zwischen SecureSafe und Dropbox?

• SecureSafe verfügt über eine Zero-Knowledge-Architektur. Niemand – auch keiner unserer System-Administratoren und Programmierer – kann je auf das Konto eines Benutzers zugreifen.

• SecureSafe speichert die Daten zu 100 Prozent in der Schweiz, welche für die sehr strengen Datenschutzrichtlinien bekannt ist.

• SecureSafe nutzt eine mehrfache Verschlüsselung.

Fehlen dem Enterprise Filesharing nicht Fähigkeiten wie sie Whatsapp bietet?

Chatfunktionen sind natürlich praktisch. Ein Chat ist für die Business-Nutzung jedoch noch nicht ausreichend. Für die geschäftliche Nutzung sind neben den Kommunikationsmöglichkeiten vor allem Funktionen wichtig, welche die Zusammenarbeit vereinfachen und nachvollziehbar dokumentieren.

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