Datenrettung muss Teil der Business-Continuity-Planung sein

Notfallpläne oft nicht auf Datenverlust beim Backup vorbereitet

03.07.2007 | Redakteur: Peter Schmitz

Über ein Viertel aller Unternehmen haben keine Notfallpläne, die den Betrieb kritischer Systeme bei Ausfällen sicherstellen. Und oft beginnt das Chaos nicht mit dem Systemausfall selbst, sondern damit, dass die Backup-Bänder, die es für so einen Fall gibt, nicht lesbar sind.

Umfragen wie die AT&T Business Continuity Study 2007 belegen, dass nur etwa 70 Prozent der befragten Unternehmen Pläne für die Erhaltung der Geschäftskontinuität im Krisenfall haben, und dass weniger als die Hälfte der Firmen diese Notfallpläne auch testen.

Der Mangel an Business-Continuity-Planung in Unternehmen liegt nach Ansicht von Bill Margeson, Gründer der CBL Data Recovery Technologies, im mangelnden Bewusstsein für die Gefährdung von Daten, aber auch im nicht vorhandenen Wissen über die Chancen der Datenwiederherstellung.

„Datenverlust ist unvermeidlich, weil die Technik irgendwann versagt“, sagt Bill Margeson. „Organisationen sollten nicht nur Business-Continuity-Pläne entwickeln und einführen, sondern diese auch regelmäßig testen. Darüber hinaus sollten sie auch für den Fall planen, dass die Datensicherung scheitert und auf unternehmenskritische Daten nicht mehr zugegriffen werden kann“, betont Margeson.

Notfallpläne ohne Plan für echte Notfälle

Praktisch alle Notfallszenarien gehen von einer erfolgreichen Datenrücksicherung aus dem Backup aus. Die tägliche Praxis vieler Datenretter zeigt aber, dass dies sehr oft nicht der Fall ist. Meist beginnt das eigentliche Desaster gar nicht mit dem Ausfall des Datenspeichers, sondern erst damit, dass man feststellt, dass die Sicherungsbänder nicht mehr lesbar sind.

Teil eines sicheren Notfallplans für eine optimale Business Continuity muss daher auch die Vorbereitung auf den Backup-Ernstfall sein. Im Rahmen eines solchen Notfallplans ist es dann nicht nur wichtig, eine Prioritätenliste für die Wiederherstellung von Daten zu erstellen, sondern auch die Einbeziehung eines Datenrettungslabors vorzubereiten. „Daten sind oft erstaunlich langlebig – selbst von physisch beschädigten Datenträgern können wir mit hohen Erfolgsquoten Daten wiederherstellen“, unterstreicht Margeson von CBL. „Datenrettung sollte immer als weitere Option der Krisenbewältigung gesehen und in Business-Continuity-Plänen berücksichtigt werden.

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